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Airbus-Streit : Amerika erhöht Zölle auf europäische Flugzeuge

  • Aktualisiert am

Donald Trump steigt in seinen Präsidentenflieger Bild: Reuters

Die Vereinigten Staaten erhöhen die Abgaben auf EU-Flugzeuge auf 15 Prozent. Der europäische Flugzeughersteller Airbus bedauert die Entscheidung.

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          Der Streit zwischen Amerika und der Europäischen Union (EU) über Subventionen für den europäischen Flugzeugbauer Airbus verschärft sich, denn die amerikanische Regierung dreht wieder an der Zollschraube.

          Die Abgaben auf EU-Flugzeuge würden auf 15 Prozent von zehn Prozent angehoben, teilte das Büro des amerikanischen Handelsbeauftragten am Freitag mit. Die Maßnahme solle zum 18. März in Kraft treten. Amerika sei allerdings weiter bereit, den Streit auf dem Verhandlungsweg zu lösen.

          Die Welthandelsorganisation (WTO) hatte der EU zuvor vorgeworfen, Subventionen für Airbus nicht vollständig abgebaut zu haben. Hintergrund ist ein seit mehr als 15 Jahren vor der WTO ausgetragener Streit über staatliche Hilfen für Airbus wie auch für den Rivalen Boeing in Milliardenhöhe, die die WTO jeweils für unzulässig erklärt hat.

          Die WTO hatte Amerika im vergangenen Jahr grünes Licht für milliardenschwere Strafzölle auf Flugzeuge und andere EU-Importe wie Wein und Käse gegeben. Seit dem 18. Oktober greifen bereits Strafzölle von 25 Prozent bei zahlreichen europäischen Agrar- und Industriegütern. Dieser Zollsatz soll nach den jüngsten US-Angaben zunächst bestehen bleiben. Jedoch soll es andere Produkte treffen, die nicht zum Flugzeugsektor zählen.

          Airbus bedauert Zollerhöhung

          Airbus bedauerte die Entscheidung, die Zölle zu erhöhen. Der Flugzeugbauer wolle weiter Gespräche mit seinen amerikanischen Kunden führen, um die Auswirkungen zu lindern, teilte Airbus mit. Die Maßnahme erschwere zudem die Bemühungen, eine Lösung in dem Subventions-Streit zu finden. Außerdem schade die Zollerhöhung den amerikanischen Fluggesellschaften und Verbrauchern.

          Boeing hofft nach eigenen Angaben darauf, dass die EU die „illegalen Subventionen“ für Airbus beendet. Die EU wartet ihrerseits auf einen Beschluss der WTO zu unerlaubten Subventionen für den amerikanischen Flugzeugbauer Boeing.

          Seit dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump haben sich die Handelsbeziehungen zwischen  Amerika und der EU verschlechtert, weil den Republikaner das Defizit in der amerikanischen Handelsbilanz stört. Trump droht zudem seit einiger Zeit mit Strafzöllen auf Einfuhren europäischer Autos.

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