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Zentralafrikanische Republik : Zwei französische Soldaten gefallen

  • Aktualisiert am

Unter Lebensgefahr: Französische Soldaten in Bangui Bild: AP

Bei einem Gefecht in Zentralafrika sind zwei französische Soldaten gefallen. Washington will sich mit Transportflugzeugen am internationalen Militäreinsatz beteiligen.

          Zwei französische Soldaten sind im Kampf gegen Rebellen in der Zentralafrikanischen Republik gefallen. Die beiden Fallschirmjäger seien in der Nacht zum Dienstag in der Hauptstadt Bangui getötet worden, teilte das französische Präsidialamt in Paris mit. „Sie haben ihr Leben verloren, um das vieler anderer zu retten.“ Frankreich hatte Ende vergangener Woche militärisch in der Zentralafrikanischen Republik eingegriffen, um die dort sei Monaten herrschenden Gewalt zu stoppen.

          Der französische Präsident François Hollande wollte noch am Abend das Krisenland besuchen. Frankreich hat 1600 Soldaten nach Zentralafrika geschickt, um dem bedrängten Übergangspräsidenten Michel Djotodia gegen muslimische Rebellen beizustehen. Erst am Montag hatten die Soldaten mit der Entwaffnung der Aufständischen begonnen. Bei Kämpfen zwischen Armee und Rebellen sind in Bangui in den vergangenen Tagen 400 Menschen umgekommen.

          Hagel: Bieten begrenzte Unterstützung

          Der amerikanische Präsident Barack Obama verlangte derweil die Festnahme von Unruhestiftern in der Zentralafrikanischen Republik. Die „schreckliche Gewalt der vergangenen Tage“ bedrohe das Land, die Bevölkerung Zentralafrikas müsse sich für einen „anderen Weg“ entscheiden, sagte Obama nach den Worten des stellvertretenden Sicherheitsberaters Ben Rhodes auf seinem Flug von Washington nach Südafrika, wo Obama am Dienstag an den Trauerfeiern für den verstorbenen südafrikanischen früheren Präsidenten Nelson Mandela teilnehmen wollte.

          Die Vereinigten Staaten beteiligen sich mit Transportflugzeugen am internationalen Militäreinsatz in der Zentralafrikanischen Republik. Das Pentagon teilte am Montag in Washington mit, dass das amerikanische Militär etwa 850 Soldaten der Afrikanischen Union (AU) von Burundi in das Einsatzgebiet bringen werde. Dafür würden zwei Flugzeuge vom Typ C-17 bereitgestellt. Der amerikanische Verteidigungsminister Chuck Hagel habe die Entscheidung nach einem Telefonat mit seinem französischen Kollegen Jean-Yves Le Drian getroffen, der um eine „begrenzte“ Unterstützung durch Amerika gebeten hatte.

          In Zentralafrika herrschen Chaos und Gewalt, seit das Rebellenbündnis Séléka im März Staatschef François Bozizé stürzte.  Rebellenchef Michel Djotodia wurde Übergangspräsident und löste Séléka auf, die Gewalt hielt aber an. Der UN-Sicherheitsrat hatte vergangene Woche einem „robusten“ Militäreinsatz französischer und afrikanischer Truppen zugestimmt. Ein Kontingent von rund 1600 französischen Soldaten und etwa 3600 Soldaten der AU soll in dem Krisenstaat für Ruhe und Ordnung sorgen. Die französische Armee begann am Montag mit der Entwaffnung der Milizen.

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