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Zentralafrikanische Republik : UN–Sicherheitsrat billigt Intervention

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Fahrendes MG: Séléka-Rebellen in der Hauptstadt Bangui Bild: REUTERS

Der Bürgerkrieg in der Zentralafrikanischen Republik eskaliert. In Bangui wurden mehr als 80 Menschen getötet. Der UN-Sicherheitsrat stimmte einer Ausweitung des Militäreinsatzes zu.

          Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat am Donnerstag einen ausgeweiteten Militäreinsatz in der Zentralafrikanischen Republik gebilligt. Nach dem von Frankreich eingebrachten Resolutionsentwurf sollen afrikanische und französische Soldaten in den Bürgerkrieg zwischen muslimischen Rebellen und christlicher Bevölkerung eingreifen.

          Die Resolution sieht vor, die Truppenstärke der Friedensmission der Afrikanischen Union, Misca („Mission Internationale de Soutien à la Centrafrique“) aufzustocken und das Eingreifen französischer Soldaten zu ihrer Unterstützung zu ermöglichen.

          Basis der Resolution ist Kapitel Sieben der Charta der Vereinten Nationen, das den Einsatz militärischer Gewalt erlaubt. Das Mandat ist auf zwölf Monate begrenzt. Misca unterhält gegenwärtig 2600 Soldaten in der Zentralafrikanischen Republik, die allerdings nicht einmal in der Lage sind, die Hauptstadt Bangui zu sichern. In den kommenden Monaten soll diese Truppenstärke auf 3600 Mann angehoben werden.

          Bis dahin will Frankreich mit 1200 Soldaten die Sicherung der Hauptstadt als auch der wichtigsten Überlandstraße nach Kamerun sichern, über die mehr als 90 Prozent der Versorgungsgüter in das Land gebracht werden. Gegenwärtig halten sich bereits 600 französische Soldaten in Bangui auf. In Kamerun wartet seit Tagen ein französischer Militärkonvoi auf den Befehl, die Grenze zur Zentralafrikanischen Republik zu überschreiten.

          Zunächst kein Eingreifen französischer Soldaten

          Nur wenige Stunden vor der Abstimmung in New York war es in Bangui abermals zu schweren Gefechten zwischen den Rebellen der Séléka und Milizen gekommen, die offenbar dem im März gestürzten Präsidenten François Bozizé nahestehen. Augenzeugen sprachen von mehr als 80 Toten. Hintergrund der Attacke scheint der Versuch der Bozizé-Anhänger gewesen zu sein, kurz vor Beginn der französischen Militäroperation die Macht zurückzuerobern und diese dann mithilfe der französischen Armee auszubauen.

          Offenbar gelang es den Séléka-Rebellen aber, die Angreifer zurückzuschlagen. Französische Soldaten besetzten daraufhin strategisch wichtige Kreuzungen, ohne aber in die Kämpfe einzugreifen. Am späten Nachmittag ebbten die Gefechte ab. Die Rebellenallianz Séléka setzt sich zu einem großen Teil aus sudanesischen und tschadischen Söldnern zusammen und entzieht sich inzwischen der Kontrolle des Putschpräsidenten Michel Djotodia.

          Die Zentralafrikanische Republik mit der Hauptstadt Bangui

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