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Zentralafrikanische Republik : Mehr als 70 Tote bei Kämpfen

  • Aktualisiert am

Bangui: Französische Soldaten sollen für Sicherheit sorgen. Bild: REUTERS

In der Zentralafrikanischen Republik sind die Kämpfe zwischen Christen und Muslimen eskaliert. Nach Ansicht der Vereinten Nationen droht ein Völkermord.

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          In der Zentralafrikanischen Republik sind am Montag bei Kämpfen zwischen Muslimen und Christen nach Polizeiangaben mehr als 70 Menschen getötet worden. Rund 30 Häuser seien in der Stadt Boda in Brand gesteckt worden, sagte der Polizeichef von Mbaiki, das rund 100 Kilometer von Boda entfernt liegt.

          Der Bürgermeister von Boda habe ihm berichtet, dass Christen Muslime angegriffen hätten, nachdem muslimische Seleka-Rebellen durch das Gebiet gezogen seien. Einwohner hätten sich mit Macheten und Gewehren bewaffnet. Boda liegt rund 100 Kilometer westlich der Hauptstadt Bangui.

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          Die Zentralafrikanische Republik versinkt seit dem Putsch der Seleka-Rebellen im März 2013 im Chaos. Morde und Plünderungen der muslimischen Aufständischen führen immer wieder zu Vergeltungsaktionen christlicher Milizen. Nach Einschätzung der Vereinten Nationen droht in dem Land ein Völkermord. Fast eine Million Menschen sind wegen der Kämpfe auf der Flucht, das ist ein Fünftel der Bevölkerung.

          Etwa 1600 französische und 5000 afrikanische Soldaten sind in dem Land im Einsatz. Sie haben sich bislang vor allem darauf konzentriert, die Ordnung in der Hauptstadt Bangui wiederherzustellen.

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