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Zentralafrika : Übergangsregierung wünscht mehr ausländische Soldaten

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Braucht mehr europäische Soldaten zur Beruhigung der Lage: Cathérine Samba Panza, die an diesem Donnerstag als Übergangspräsidentin in Zentralafrika vereidigt werden soll Bild: dpa

Die Übergangsführung in Zentralafrika hat die EU gebeten, mehr Soldaten in das von einem Bürgerkrieg bedrohte Land zu entsenden. Die derzeit 500 Mann reichten kaum aus, um in der Hauptstadt Bangui für Sicherheit zu sorgen, hieß es.

          Zentralafrikas Übergangspräsidentin Cathérine Samba Panza hält die Truppenstärke des internationalen Militäreinsatzes in ihrem Land für unzureichend, um den seit Wochen wütenden Konflikt zwischen Regierung und Rebellen zu befrieden. „Die jetzige Zahl der Soldaten reicht nicht einmal aus, um in Bangui die Ordnung wiederherzustellen“, sagte sie in einem kurz vor ihrer Vereidigung am Donnerstag veröffentlichten Interview der französischen Tageszeitung „Le Parisien“.

          Sie sei aber grundsätzlich „erfreut“, dass die EU-Mitgliedstaaten der Entsendung einer rund 500 Mann starken Militärmission in die Zentralafrikanische Republik zugestimmt hätten, fügte Samba Panza hinzu. Damit würden die Europäer „dem Vorbild Frankreich folgen“, das seit Anfang Januar 1600 Soldaten in dem Krisenstaat stationiert hat. Nach Angaben der Interimspräsidentin wird „der wirkliche Bedarf“ an militärischer Unterstützung für die „überall verstreuten“ und verunsicherten Regierungstruppen Zentralafrikas zurzeit noch ermittelt.

          Vereidigung der Übergangspräsidentin

          Bei Zusammenstößen zwischen christlichen und muslimischen Milizen in Bangui waren am Mittwoch nach Angaben von Augenzeugen mindestens zehn Personen getötet worden. Anwohner berichteten, erst die Intervention der französischen und afrikanischen Friedenstruppen habe die Gewalt beendet.

          Das mehrheitlich muslimische Rebellenbündnis Séléka hatte im März 2013 Präsident François Bozizé gestürzt und Michel Djotodia an die Macht gebracht. Dieser löste Séléka offiziell auf, doch sind die Milizen weiter aktiv. Der Putsch stürzte das multikonfessionelle Land im Herzen Afrikas in eine Spirale der Gewalt zwischen muslimischen und christlichen Milizen. Allein in den vergangenen Wochen wurden mehr als tausend Personen getötet.

          Da es Djotodia nicht gelang, der Gewalt Einhalt zu gebieten, trat er am 10. Januar auf Druck der Nachbarstaaten zurück. Am Montag wurde Catherine Samba Panza mit Unterstützung der internationalen Gemeinschaft zur neuen Übergangspräsidentin gewählt, an diesem Donnerstag soll sie vereidigt werden. Sie will die Befriedung des Landes zu ihrer Hauptpriorität machen. Unterstützt wird sie dabei von einer Friedenstruppe der Afrikanischen Union und einer französischen Militärmission.

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