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Zentralafrika : Französische Fotojournalistin getötet

  • Aktualisiert am

Camille Lepage im Februar in der Zentralafrikanischen Republik Bild: AFP

In der Zentralafrikanischen Republik ist eine 26 Jahre alte französische Journalistin getötet worden. Soldaten der französischen Eingreiftruppe entdeckten die Leiche der Fotografin bei einer Kontrolle.

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          Eine französische Fotojournalistin ist im Bürgerkrieg in der Zentralafrikanischen Republik getötet worden. Die Leiche der 26 Jahre alten Camille Lepage sei bei einer Kontrolle entdeckt worden, die einem Fahrzeug der christlichen Milizen (Anti-Balaka) galt, teilte die französische Regierung am Dienstagabend mit.

          Präsident François Hollande forderte eine sofortige Aufklärung des „Mordes“ und kündigte die Entsendung von Ermittlern an den Tatort nahe der Stadt Bouar an.

          Wie die BBC am Dienstag berichtete, soll Lepage in der Nähe der Grenze zu Kamerun in ein Gefecht geraten sein. In ihrem letzten Twitter-Eintrag schrieb sie vor rund einer Woche, sie wolle mit Kämpfern der Anti-Balaka auf Motorrädern in ein Gebiet im Südwesten des Landes fahren, rund 120 Kilometer von der Stadt Berbérati entfernt. Dort seien seit März rund 150 Menschen von Mitgliedern der Rebellenkoalition Seleka getötet worden.

          Seit dem Sturz von Präsident François Bozizé im März 2013 versinkt die Zentralafrikanische Republik in einer Spirale der Gewalt zwischen muslimischen und christlichen Milizen. Mehrere tausend Menschen wurden in dem Konflikt getötet, fast eine Million befinden sich auf der Flucht. Bisher sind rund 6000 Soldaten der Afrikanischen Union (AU) und etwa 2000 französische Soldaten in Zentralafrika im Einsatz, um die Gewalt zu stoppen. Eine Überbrückungsmission der EU soll bis zu 800 Soldaten umfassen. Ab Mitte September soll dann eine knapp 12.000 Mann starke Blauhelmtruppe der Vereinten Nationen in das Land verlegt werden.

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