https://www.faz.net/-gq5-8fio1

Von der Leyen in Mali : Bundeswehr wird nicht gegen Terroristen kämpfen

  • Aktualisiert am

Bundesverteidigungsministerin Ursula Von der Leyen und ihr Amtskollege aus Mali, Tieman Hubert Coulibaly Bild: Reuters

Dafür seien die französischen Soldaten zuständig. Die 230 Deutschen sollen vielmehr den Friedensprozess begleiten. Doch auch das führt sie in den gefährlichen Norden des westafrikanischen Landes.

          1 Min.

          Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat eine Beteiligung der Bundeswehr am Kampf gegen Terroristen im westafrikanischen Mali ausgeschlossen. Dafür seien die französischen Streitkräfte mit ihrer Operation „Barkhane“ zuständig, sagte sie am Montag nach einem Treffen mit ihrem malischen Kollegen Tiéman Hubert Coulibaly in Bamako, der Hauptstadt des Wüstenstaats. Die UN-Mission Minusma, an der 230 deutsche Soldaten im gefährlichen Norden des Landes beteiligt sind, habe eine andere Aufgabe: „Das ist, den Friedensprozess zu begleiten.“

          Der Norden Malis war 2012 für einige Monate in die Hände teils islamistischer Rebellen gefallen, bevor er Anfang 2013 von französischen und afrikanischen Truppen zurückerobert wurde. Islamistische Gruppierungen wie Al-Kaida im islamischen Maghreb terrorisieren das Land aber weiterhin.

          Minusma ist der gefährlichste aktuelle UN-Einsatz. Mehr als 70 UN-Soldaten kamen in den vergangenen drei Jahren bei Angriffen oder Anschlägen ums Leben. An der Operation „Barkhane“ sind 3500 Soldaten in der gesamten Sahelzone beteiligt. Daneben gibt es noch einen EU-Einsatz zur Ausbildung der malischen Streitkräfte (EUTM) mit 560 Soldaten aus 26 Staaten, darunter rund 200 Deutsche.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Ende April in Berlin

          Machtkampf in der Union : Das Ende der Zerrissenheit?

          Merkel und Söder schrauben sich und ihre Parteien laut Umfragen in ungeahnte Höhen. Die Suche nach einem CDU-Vorsitzenden und einem Kanzlerkandidaten macht das immer schwerer.
          Wohin soll das Geld gehen? Jakob Blasel sagt: in die Zukunft. Zum Beispiel in die Windkraft.

          Fridays for Future : Verspielt nicht unseren Wohlstand!

          Die Corona-Krise trifft die Wirtschaft hart. Deutschland wird Unternehmen retten müssen. Fridays-for-Future-Aktivist Jakob Blasel sagt: Da hat die junge Generation ein Wörtchen mitzureden. Sie zahle ja auch die Zeche. Ein Gastbeitrag.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.