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Verteidigungsministerin : Von der Leyen sagt Mali Unterstützung zu

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„Großer Respekt“: Von der Leyen mit Präsident Keita Bild: REUTERS

Bei ihrem Besuch in Mali hat Verteidigungsministerin von der Leyen weitere Hilfen zugesagt. Weitere Kampfeinsätze der Bundeswehr schloss sie derweil nicht aus.

          Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat bei ihrem Besuch in Mali der dortigen Regierung die Unterstützung Deutschlands bei der Stabilisierung des Landes zugesagt. „Wir haben großen Respekt für die Art und Weise, wie Mali seine junge Demokratie wieder aufbaut“, sagte von der Leyen am Donnerstag nach einem Treffen mit dem malischen Verteidigungsminister Soumeylou Boubèye Maïga in der Hauptstadt Bamako. „Das ist vor allem wichtig für die junge Generation.“

          „Das Prinzip muss sein Hilfe zur Selbsthilfe, denn auf Dauer wird diese junge Demokratie nur nachhaltig stabil sein können, wenn in Mali selber die Fähigkeiten gesichert sind“, sagte die Ministerin, die sich zu ihrem ersten Besuch nach ihrem Amtsantritt in Afrika aufhielt. Auf die Frage nach den künftigen Aufgaben der Bundeswehr in dem westafrikanischen Land sagte von der Leyen: „Unser Mandat ist sehr klar definiert.“ Sie betonte dabei, dass sich Deutschland an einer Ausbildungsmission der EU beteiligt.

          Am Rande ihrer Reise schloss von der Leyen trotz der Verluste der Bundeswehr in Afghanistan weitere Kampfeinsätze für die Zukunft nicht aus. In Mali sagte sie am Donnerstag auf eine entsprechende Frage: „Wenn die europäischen Bündnispartner der Überzeugung sind, dass akut Hilfe gefragt ist, dann wissen wir, wie unsere Verantwortung innerhalb der europäischen Bündnisse beziehungsweise der Nato unter dem Dach der Vereinten Nationen ist.“ Aber keine Krise könne ausschließlich durch Militär gelöst werden, betonte die Ministerin. „Jede Krise hat ein anderes Gesicht und eine andere Prägung.“

          Maïga: Fruchtbare Zusammenarbeit

          Der malische Verteidigungsminister Boubèye Maïga bezeichnete die Zusammenarbeit mit den Deutschen derweil als „vorbildlich und fruchtbar“. „Die deutschen Ausbilder spielen eine wesentliche Rolle“, sagte er. Nach ihrem Aufenthalt in Bamako reiste von der Leyen weiter ins Bundeswehrtrainingslager in Koulikoro etwa 50 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt.

          Die Bundeswehr beteiligt sich in Mali seit dem Sommer mit derzeit etwa hundert Soldaten an der EU-Mission EUTM Mali. Ihre Aufgaben sind die Ausbildung malischer Soldaten und Unterstützung bei der medizinischen Versorgung. Im Januar 2013 hatte die französische Armee zur Unterstützung der malischen Truppen im Kampf gegen islamistische Kämpfer einen Einsatz im Norden des Landes begonnen. Die Islamisten wurden inzwischen weitgehend aus den wichtigen Städten der Region vertrieben, allerdings sorgen sie weiter für Unruhe.

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