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Terror in Mogadischu : Mindestens sechs Tote bei Anschlag

  • Aktualisiert am

Sollen Islamisten bekämpfen: Soldaten der Afrikanischen Union bei einer Übung in Mogadischu. Bild: AFP

Bei einem Anschlag auf das Bildungsministerium in Mogadischu sind mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Die Dschihadisten der Shabaab-Miliz haben sich des Anschlags bezichtigt.

          Bei einem Anschlag auf das Bildungsministerium von Somalia sind mindestens sechs Menschen getötet worden. Ein mit Sprengstoff beladener Wagen sei in die Mauer um das Gebäude in der Hauptstadt Mogadischu gefahren, berichtete der britische Sender BBC.

          Bei den Opfern handele es sich „vorwiegend um Zivilisten“, teilte die Polizei in Mogadischu mit. Nach ihren Angaben detonierte zunächst eine Autobombe, worauf die Angreifer das Gebäude stürmten. Im Innern des Ministeriums fielen anschließend zahlreiche Schüsse. Sicherheitskräfte hätten das Ministerium inzwischen wieder unter ihre Kontrolle gebracht.

          Zur Tat bekannt haben sich Terroristen der Shabaab-Miliz. Einer ihrer Sprecher, Sheikh Abdelasis Abu Musab, sagte dem Radiosender Andalus, seine Gruppe sei für die Tat verantwortlich. Er sprach von einer „heiligen Operation“.

          In Somalia verüben Terroristen von al Shabaab immer wieder Anschläge. Die Islamisten hatten in den vergangenen Wochen bereits ein Hotel in Mogadischu und ein Regierungsgebäude in der südlichen Stadt Baidoa angegriffen und mehrere Menschen getötet. Anfang April verübte Al Shabaab einen Anschlag auf die Universität der kenianischen Stadt Garissa, bei dem mindestens 147 Menschen getötet wurden.

          Al Shabaab kontrolliert weite Teile Somalias, steht aber unter Druck. 22.000 Soldaten unter dem Mandat der Afrikanischen Union haben die Islamisten in den vergangenen Wochen zurückgedrängt. So hat die Armee im März einen wichtigen Bezirk in Südsomalia von der Gruppe zurückerobert. Bei einem Drohnenangriff war zudem Aden Garar getötet worden, einer der mutmaßlichen Drahtzieher der Terrorattacke auf das Einkaufszentrum Westgate in Nairobi mit 67 Toten.

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