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Südafrika : Ranghohe Gäste ehren Mandela

  • -Aktualisiert am

Vor der Beisetzung in Qunu: Am Heimatort Mandelas wird eine provisorische Halle errichtet. Bild: AP

Zur Trauerfeier Nelson Mandelas haben sich mehr als 100 amtierende und frühere Regierungschefs angekündigt. Israels Ministerpräsident Netanjahu und der Dalai Lama sagten indes ab.

          Mehr als 100 amtierende und ehemalige Regierungschefs, gekrönte Häupter und weltweit bekannte Künstler haben sich für die Gedenkfeier zu Ehren des verstorbenen südafrikanischen Präsidenten Nelson Mandela am heutigen Dienstag in Johannesburg angemeldet. Unter anderem wird der amerikanische Präsident Barack Obama und seine Frau erwartet, dazu die ehemalige Außenministerin Hillary Clinton sowie drei von Obamas Vorgängern: Jimmy Carter, Bill Clinton und George W. Bush. Ähnlich stark wird Brasilien mit Präsidentin Dilma Rousseff vertreten sein, die vier ihrer Vorgänger mitbringt.

          Deutschland wird nicht wie von Südafrika erhofft durch Bundeskanzlerin Merkel, sondern Bundespräsident Joachim Gauck repräsentiert. Aus Großbritannien wird Premierminister David Cameron erwartet. François Hollande und sein Vorgänger als französischer Präsident, Nicolas Sarkozy, reisen in getrennten Flugzeugen an. UN-Generalsekretär Ban Ki-moon wird ebenso nach Südafrika kommen wie sein Vorgänger Kofi Annan.

          Hinzu kommen der stellvertretende chinesische Präsident Li Yuanchao, der indische Präsident Pranab Mukherjee, der afghanische Präsident Hamid Karzai, der mexikanische Präsident Enrique Pena Nieto, der kubanische Präsident Raoul Castro, der kanadische Ministerpräsident Stephen Harper, der Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde Mahmud Abbas.

          Winfrey, Gabriel, Bono

          Nahezu alle europäischen Königshäuser werden ebenfalls an der Gedenkfeier teilnehmen. Aus Afrika hatten bis zum Montagabend unter anderem der nigerianische Präsident Jonathan Goodluck und der ivorische Präsident Alassane Ouattara ihr Kommen angekündigt. Erwartet werden zudem die liberianische Präsidentin Ellen Johnson-Sirleaf, der kongolesische Präsident Joseph Kabila sowie weitere zwölf Staats- und Regierungschefs. Die amerikanische Journalistin Oprah Winfrey, die seit vielen Jahren eine Mädchenschule in Soweto finanziell unterstützt und die bis zum Schluss direkten Zugang zu Mandela hatte, wird ebenso anreisen wie die beiden Musiker Peter Gabriel und Bono.

          Der Dalai Lama, ein enger Freund des verstorbenen Friedennobelpreisträger, wird hingegen nicht an der Gedenkfeier teilnehmen können, wie auch der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Dem geistigen Oberhaupt der Tibeter war nach Druck der chinesischen Regierung zwei Mal die Einreise nach Südafrika verwehrt worden. Netanjahu wiederum schob die hohen Kosten (angeblich 600.000 Euro) vor, die ein Flug und die entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen verschlingen würden. Mandela hatte die Siedlungspolitik der Israelis zeit seines Lebens verurteilt.

          FNB-Stadion Johannesburg: Vorbereitungen für die Trauerfeier am Dienstag

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