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Somalia : Mindestens drei Tote bei Explosion in Mogadischu

  • Aktualisiert am

Ein Polizist am Ort des Anschlags in Mogadischu Bild: dpa

Mindestens drei Menschen sind bei einer Explosion in Somalias Hauptstadt ums Leben gekommen. Wer hinter dem Anschlag steckt, ist unklar. Aber es gibt Hinweise.

          Bei einem Autobombenanschlag in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind mindestens drei Menschen getötet und zehn weitere verletzt worden. Andere Quellen sprechen von vier Toten und neun Verletzten. Unter den Opfern des Attentats vom Samstag seien ein ranghoher Polizist und mehrere getötete Zivilisten, berichteten Sicherheitskräfte und Augenzeugen.

          Zu den Hintergründen der Tat ist noch vieles unklar. Einigen Berichten zufolge bekannte sich die Islamistenmiliz Al Shabaab zu dem Anschlag. Anderswo hieß es, zu den Tätern sei noch nichts bekannt. Sicher ist, dass die Miliz in Somalia immer wieder Anschläge verübt. Die Rebellen kämpfen gegen die Regierung in Mogadischu und ihre ausländischen Unterstützer.

          Nach Angaben der Polizei schossen zunächst Angreifer aus einem Auto auf einen Regierungsvertreter und dessen Leibwache, die ihrerseits zurückfeuerte. Der Regierungsbeamte wurde dabei verletzt.

          Dann, nach Eintreffen der Polizei, brachten die Attentäter auf der belebten Straße einen mit Sprengstoff beladenen Wagen per Fernsteuerung zur Detonation, wie ein Sicherheitsbeamter sagte. Demnach galt der Bombenangriff vermutlich dem ranghohen Polizisten, der ebenso verletzt wurde wie einige seiner Leibwächter. Die heftige Explosion war in weiten Teilen Mogadischus zu hören.

          Die Al-Shabaab-Miliz ist besonders im Zentrum und im Süden des Landes aktiv. Obwohl die Islamisten bereits 2011 von Truppen der Afrikanischen Union und Regierungssoldaten aus Mogadischu vertrieben worden waren, verüben sie dort weiter Angriffe. Derzeit sind etwa 22.000 Soldaten der Union in Somalia stationiert.

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