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Somalia : Islamisten greifen Präsidentenpalast an

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Al-Shabaab-Kämpfer bei einer Parade in Mogadischu im Jahr 2011 Bild: AP

Der Angriff erfolgte, als sich Präsident Mohamud auf das Freitagsgebet vorbereitete. Die radikalislamistische Al-Shabaab-Miliz hat den somalischen Präsidentenpalast attackiert. Es gab Tote und Verletzte. Mohamud blieb unverletzt.

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          Der somalische Präsidentenpalast, Sitz der von der internationalen Gemeinschaft gestützten Regierung des Landes, ist am Freitag von radikalislamistischen Kämpfern angegriffen worden.

          Berichten zufolge rammte zunächst ein Attentäter mit einem Wagen das Tor des Palastes in Mogadischu und brachte ihn zur Explosion. Anschließend stürmten zahlreiche weitere Angreifer den Gebäudekomplex. Der arabische Nachrichtensender Al Jazeera berichtete unter Berufung auf die amerikanische Nachrichtenagentur AP, die Schützen trügen Sprengstoffwesten und Granaten am Körper.

          Laut Angaben des somalischen Sicherheitsministers Abdikarin Hussein Gulled handelte es sich bei den Angreifern um Kämpfer der radikalislamistischen Gruppierung Al Shabaab. „Mehrere von ihnen wurden bei einem Gefecht getötet, einige verwundete Al-Shabaab-Kämpfer wurden gefangen genommen, andere sprengten sich in die Luft“, erklärte Gulled. Präsident Hassan Sheikh Mohamud selbst sei „in Sicherheit.“

          Mohamud bereitete sich offenbar gemeinsam mit mehreren ranghohen Politikern auf das Freitagsgebet in einer Moschee innerhalb des Palastes vor, als die Täter angriffen. Die Webseite „Somalimemo24“ zitierte einen Al-Shabaab-Sprecher mit den Worten: „Unsere mutigen Soldaten haben den Regierungspalast gestürmt und dort viele Feinde getötet.“

          Die Miliz kämpft seit Jahren gegen die Regierung in Mogadischu und verübt dort immer wieder schwere Anschläge. Die Gruppe, die eine strenge Auslegung der Scharia einführen will, kontrolliert noch immer Teile im Zentrum und Süden des Landes.

          Deutschland überlegt derzeit, Soldaten der Bundeswehr zu einem EU-Ausbildungseinsatz in das Land zu verlegen, um die Regierung Mahmud beim Aufbau der somalischen Streitkräfte zu unterstützen.

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