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Somalia : Anschlag auf UN-Gebäude in Mogadischu

  • Aktualisiert am

Bei einem Anschlag auf ein UN-Gebäude in Mogadischu sind offenbar zahlreiche Menschen verletzt worden. Die islamistische Shabaab-Miliz bekannte sich zu dem Anschlag.

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          Die Vereinten Nation sind am Mittwoch in der somalischen Hauptstadt Mogadischu Ziel eines Anschlags von Islamisten geworden. Zunächst sprengte sich offenbar ein Angreifer vor dem Komplex des UN-Entwicklungsprogramms (UNDP) in die Luft. Es habe dort eine schwere Explosion gegeben, sagte Ahmed Hassan, ein Mitarbeiter der Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen.

          Anschließend seien mehrere Angreifer, die Militäruniformen trugen, in das Gebäude gestürmt. Es seien Schüsse zu hören gewesen. Ob es außer dem Selbstmordattentäter weitere Opfer gegeben hat, war zunächst unklar. Ein Kameramann sagte dem britischen Sender BBC, er habe mehrere Verletzte gesehen. Viele Anwohner flohen in Panik, und mehrere Gebäude in dem Gebiet wurden beschädigt.

          Berichten zufolge konnten Regierungstruppen das Gelände bis zum Mittag unter ihre Kontrolle bringen. Das UN-Gebäude liegt in der Nähe des schwer bewachten Flughafens.

          Die mit dem Terrornetzwerk Al Qaida in Verbindung stehende somalische Shabaab-Miliz teilte mit, sie habe den UN-Sitz angegriffen. „Unsere Kommandos haben den UN-Komplex angegriffen, eine Explosion ausgelöst, sind in den Komplex eingedrungen und kämpfen nun gegen die Truppen der Ungläubigen“, sagte ein Shabaab-Vertreter. Die Angaben konnten jedoch zunächst nicht überprüft werden. Die Milizen hatten in jüngster Zeit ihre Angriffe in Mogadischu wieder intensiviert, nachdem Truppen der Afrikanischen Union die Shabaab-Kämpfer im August 2011 aus der Hauptstadt vertrieben hatten. Seit dem Sturz von Machthaber Siad Barre im Jahr 1991 herrscht in Somalia Bürgerkrieg. In den vergangenen Jahren entwickelte sich das Land am Horn von Afrika zu einem Rückzugsgebiet für Islamisten und Piraten.

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