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Somalia : Amerika meldet Militärschlag gegen al Shabaab

  • Aktualisiert am

Ugandische Soldaten der African Union Mission in Somalia (Amisom) patrouillieren in Mogadischu. Bild: REUTERS

Das amerikanische Militär ist nach eigenen Angaben in Somalia gegen die islamistische Miliz al Shabaab vorgegangen - offenbar mit einem tödlichen Drohnenangriff.

          Die amerikanischen Streitkräfte haben nach Angaben des Pentagon einen Einsatz gegen die radikalislamische al Shabaab in Somalia geführt. Das Ergebnis werde derzeit geprüft, sagte der Sprecher des amerikanischen Verteidigungsministeriums, John Kirby. Zusätzliche Informationen würden „zu gegebener Zeit“ mitgeteilt, sagte er weiter.

          Aus somalischen Sicherheitskreisen hieß es am Dienstag, dass bei einem amerikanischen Drohnenangriff mehrere Menschen im Süden Somalias getötet worden seien. Dies erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Dienstag aus somalischen Sicherheitskreisen. „Amerikanische Drohnen haben mehrere Raketen auf Verstecke der Extremisten in den Dörfern Sablaale, Hawai und Dheytubako nahe der Stadt Barawe abgefeuert“, sagte ein ranghoher somalischer Sicherheitsbeamter, der anonym bleiben wollte, der Nachrichtenagentur dpa. Mehrere Mitglieder der Al-Shabaab seien während eines Treffens getötet oder verletzt worden. Es blieb allerdings unklar, ob auch Anführer der Miliz darunter sind.

          Somalische Regierungssoldaten und Truppen der Afrikanischen Union (AU) hatten am Wochenende eine neue Militäroffensive gegen die islamistische Miliz begonnen und dabei die Stadt Bulomarer erobert, eine der Hochburgen al Shabaabs im Süden des Landes. Am Sonntag griffen daraufhin Shabaab-Kämpfer die Geheimdienstzentrale in der Hauptstadt Mogadischu an. Zwölf Menschen wurden getötet, darunter auch sieben Shabaab-Kämpfer.

          Die mit dem Terrornetz Al Qaida verbündete Shabaab-Miliz kontrollierte über Jahre weite Gebiete im Süden und Zentrum des Landes, doch wurde sie inzwischen aus Mogadischu und anderen Städten zurückgedrängt. Sie beherrscht aber immer noch noch einige Gebiete. Die Islamisten verüben zudem immer wieder schwere Anschläge auf Regierungsinstitutionen sowie auf Vertreter der UNO und der AU.

          Die „Washington Post“ meldete unterdessen, dass die Vereinigten Staaten in Niger einen neue Drohnen-Stützpunkt für den Kampf gegen islamistischen Terror in Afrika eröffnen wollen. Es wäre der zweite in dem westafrikanischen Land, der dritte in der Region. Dem Bericht zufolge sollen von der neuen Basis Aufklärungsflüge in West- und Nordafrika unternommen werden.

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