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Libyen : Regierungstreue Truppen erobern IS-Hochburg Sirte

  • Aktualisiert am

Im Mai haben libysche Milizen mit dem Angriff auf Sirte begonnen. Jetzt ist die Hafenstadt vollständig von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ befreit, erklärt ein Sprecher der Kämpfer.

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          In Libyen haben regierungstreue Milizen nach monatelangen Kämpfen die Hafenstadt Sirte nach eigenen Angaben vollständig von der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) befreit. Die Truppen hätten auch das letzte noch von den Extremisten gehaltene Viertel Sirtes unter Kontrolle gebracht, sagte der Sprecher der mit der Einheitsregierung in Tripolis verbündeten Einheiten, Radi Issa, am Montag der Nachrichtenagentur dpa. Das Gebiet werde jetzt nach IS-Kämpfern durchsucht, die sich versteckt haben könnten.

          Sirte war lange eine Hochburg des IS in dem nordafrikanischen Land. Zeitweise kontrollierte die Terrormiliz dort ein rund 300 Kilometer langes Gebiet am Mittelmeer. Im vergangenen Mai hatten regierungstreue Milizen einen Angriff auf Sirte begonnen, um die Stadt von den Dschihadisten zu befreien.

          Das ölreiche Land versinkt seit dem Sturz von Langzeitherrscher Muammar al Gaddafi 2011 in einem Bürgerkrieg. Zudem konkurrieren zwei Regierungen miteinander. Eine von den UN unterstützte Führung in der Hauptstadt Tripolis konnte ihre Macht bisher nur auf Teile des Landes ausdehnen. Das international anerkannte Parlament im ostlibyschen Tobruk verweigerte der Einheitsregierung bisher die Legitimierung. Dieses Chaos machte sich der IS lange zunutze.

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