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„Sind ein muslimisches Land“ : Somalia verbietet Weihnachten

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Die im Bürgerkrieg 1989 zerstörte Kathedrale in der somalischen Hauptstadt Mogadischu Bild: Reuters

„Null Toleranz für solche unislamischen Feiern“: Mit diesen Worten hat die somalische Regierung Weihnachten im ganzen Land verboten. Falls doch gefeiert wird, soll die Polizei eingreifen.

          Die somalische Regierung hat das Weihnachtsfest verboten und die Sicherheitskräfte angewiesen, Weihnachtsfeiern im ganzen Land zu unterbinden. Der Minister für religiöse Angelegenheiten, Sheikh Mohamed Kheyroow, sagte am Mittwoch dem Staatssender Radio Mogadishu: „Wir sind ein muslimisches Land. Und es gibt null Toleranz für solche unislamischen Feiern in unserem Land.“

          Der Regierung geht es ihren Worten zufolge darum, öffentliche Feierlichkeiten für Somalier zu unterbinden. Ausländern sei es aber unbenommen, zu Hause Weihnachten zu begehen.

          In dem ostafrikanischen Land bekennt sich der überwiegende Teil der Bevölkerung zum sunnitischen Islam. Die Islamistenmiliz Al-Shabaab verbreitet seit Jahren Angst und Schrecken. Die Extremisten wollen einen sogenannten Gottesstaat errichten.

          So könnten auch Weihnachtsfeiern Anlass für Anschläge bieten, sagte der stellvertretende Vorsitzende des Obersten Religionsrats, Nur Barud Gurhan, laut Medienberichten. Er rechtfertigte damit das Weihnachtsverbot. Im vergangenen Jahr wurden bei einem Angriff auf die Basis einer internationalen Friedensmission an Weihnachten mehrere Soldaten getötet.

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          Weltweit werden etwa 100 Millionen Christen nach aktuellen Schätzungen diskriminiert oder verfolgt. Das Christentum sei die am meisten verfolgte Religion, beklagte am Mittwoch der Präsident der katholischen Hilfsorganisation Missio München, Wolfgang Huber. Vor allem in Ländern, in denen Christen stark in der Minderheit seien, habe sich die Lage verschärft. In Pakistan komme es etwa immer wieder zu Angriffen.

          „Wir leben in einem Zustand des ständigen Fürchtens, weil wir nicht wissen, wo Extremisten möglicherweise einen Anschlag planen“, sagte der Vorsitzende der Pakistanischen Bischofskonferenz und Missio-Projektpartner, Erzbischof Joseph Coutts. Auch in Indien, in afrikanischen Ländern wie Kenia, dem Südsudan sowie in Ägypten gebe es Diskriminierungen.

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