https://www.faz.net/-gq5-8871j

Putsch in Burkina Faso : Gestürzter Präsident kehrt ins Amt zurück

  • -Aktualisiert am

„Ich bin wieder im Amt“, sagte Burkina Fasos Präsident Michel Kafando am Mittwoch vor der Presse in Ougadougou. Bild: AFP

Der Putsch der Präsidentengarde in Burkina Faso ist beendet: Die zivile Übergangsregierung ist wieder an der Macht. Ob die Putschisten Straffreiheit erhalten, ist unsicher.

          Es ist ein Sieg der Vernunft: Die Putschisten in Burkina Faso haben am Mittwoch aufgegeben und die Macht an die zivile Übergangsregierung unter Präsident Michel Kafando zurückgegeben. „Ich bin wieder im Amt“, verkündete Kafando am Mittwochmorgen.

          Zuvor hatten die Staats- und Regierungschefs der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikas (Cédéao) auf einem Gipfeltreffen in Nigeria die Putschisten um den Kommandeur der Präsidentengarde, Gilbert Diendéré, aufgefordert, sich in die Kasernen zurückzuziehen. Gleichzeitig hatten die Kommandeure der regulären burkinischen Armee klargemacht, dass sie die Putschisten notfalls mit Gewalt entwaffnen werden. In der Nacht zum Mittwoch beugte sich Diendéré dem Druck.

          Ob die Präsidentengarde aber Straffreiheit für den Putsch erhält wie die Cédéao es ihr zugesichert hatte, ist unsicher. Präsident Kafando sagte dazu am Mittwoch nur: „Auch die Cédéao muss den Willen des burkinischen Volkes respektieren“. Die Präsidentengarde hatte am Mittwoch vergangener Woche die Übergangsregierung gestürzt, als das Parlament gerade über die Auflösung der Einheit beriet.

          Weitere Themen

          Wer ist Boris Johnson? Video-Seite öffnen

          Schillernd und umstritten : Wer ist Boris Johnson?

          Der wirre Haarschopf ist unverkennbar: Boris Johnson liebt den großen Auftritt. Der Brexit-Hardliner ist eine der schillerndsten und umstrittensten Persönlichkeiten der britischen Politik.

          Topmeldungen

          Spahns Notfallplan : Fast schon verdächtig viel Zustimmung

          Der Gesundheitsminister will Kassenärzte und Krankenhäuser zur Zusammenarbeit zwingen – und erhält dafür Lob von allen Seiten. Doch bei der Umsetzung sperren sich die Verantwortlichen noch.
          Hat sich zum Zwei-Prozent-Ziel der Nato-Staaten bekannt: Annegret Kramp-Karrenbauer

          Akks Wehretat : Der Streit schwelt weiter

          Die neue Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer bekräftigt das Ziel der Nato, dass die Verteidigungsausgaben steigen sollen. Das provoziert Widerstand – in der Opposition und selbst beim Koalitionspartner.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.