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Putsch in Burkina Faso : Gestürzter Präsident kehrt ins Amt zurück

  • -Aktualisiert am

„Ich bin wieder im Amt“, sagte Burkina Fasos Präsident Michel Kafando am Mittwoch vor der Presse in Ougadougou. Bild: AFP

Der Putsch der Präsidentengarde in Burkina Faso ist beendet: Die zivile Übergangsregierung ist wieder an der Macht. Ob die Putschisten Straffreiheit erhalten, ist unsicher.

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          Es ist ein Sieg der Vernunft: Die Putschisten in Burkina Faso haben am Mittwoch aufgegeben und die Macht an die zivile Übergangsregierung unter Präsident Michel Kafando zurückgegeben. „Ich bin wieder im Amt“, verkündete Kafando am Mittwochmorgen.

          Zuvor hatten die Staats- und Regierungschefs der Wirtschaftsgemeinschaft Westafrikas (Cédéao) auf einem Gipfeltreffen in Nigeria die Putschisten um den Kommandeur der Präsidentengarde, Gilbert Diendéré, aufgefordert, sich in die Kasernen zurückzuziehen. Gleichzeitig hatten die Kommandeure der regulären burkinischen Armee klargemacht, dass sie die Putschisten notfalls mit Gewalt entwaffnen werden. In der Nacht zum Mittwoch beugte sich Diendéré dem Druck.

          Ob die Präsidentengarde aber Straffreiheit für den Putsch erhält wie die Cédéao es ihr zugesichert hatte, ist unsicher. Präsident Kafando sagte dazu am Mittwoch nur: „Auch die Cédéao muss den Willen des burkinischen Volkes respektieren“. Die Präsidentengarde hatte am Mittwoch vergangener Woche die Übergangsregierung gestürzt, als das Parlament gerade über die Auflösung der Einheit beriet.

          Ouagadougou : Militärputsch in Burkina Faso

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