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Prozess in Den Haag : Kenyatta muss nicht immer anwesend sein

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Der kenianische Präsident Uhuru Kenyatta muss bei seinem Prozess vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag nicht ständig persönlich anwesend sein. Damit könne er seine Amtsgeschäfte weiter führen.

          Kenias Präsident Uhuru Kenyatta muss bei seinem Prozess vor dem Weltstrafgericht in Den Haag nicht immer persönlich anwesend sein. Das entschied der Internationale Strafgerichtshof am Freitag in Den Haag. Kenyatta soll sich ab 12. November für Verbrechen gegen die Menschlichkeit wie Mord, Vertreibung, und Vergewaltigung nach der Präsidentenwahl 2007 in Kenia vor dem Gericht verantworten. Bei der Gewaltwelle nach den Wahlen wurden schätzungsweise 1000 Menschen getötet.

          Der Präsident muss nach der Entscheidung der Richter bei der Eröffnung des Prozesses, den Schlussplädoyers, der Urteilsverkündung und Aussagen von Opfern in Den Haag sein. Kenyatta werde damit die Möglichkeit gegeben, seine Amtsgeschäfte auch während des Prozesses weiter zu führen, betonte das Gericht.

          Vor dem Weltstrafgericht läuft bereits der Prozess gegen Kenias Vize-Präsidenten William Ruto. Über seinen Antrag auf eine Teil-Beurlaubung ist noch nicht in letzter Instanz entschieden. Kenia will wegen der strafrechtlichen Verfolgung seiner Staatsführung den Grundlagenvertrag des Gerichts kündigen. Auch die Afrikanische Union kritisierte das Vorgehen des Gerichts scharf.

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