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Ostkongo : UN stellen M23-Rebellen Ultimatum

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Schutz oder Bedrohung? Ein M23-Soldat in Kibumba, Ostkongo Bild: AFP

Die UN haben den M23-Rebellen 48 Stunden zum Verlassen der Stadt Goma im Osten Kongos gegeben. Sollten die Aufständischen nicht ihre Waffen abgeben, würden sie mit Gewalt entwaffnet.

          Angesichts der anhaltenden Kämpfe im Osten Kongos haben die Vereinten Nationen den Rebellen der M23-Miliz ein Ultimatum zur Entwaffnung gestellt. Alle Kämpfer in der Provinz Nord-Kivu sollten innerhalb von 48 Stunden ihre Waffen niederlegen, teilte die neue UN-Truppe für Kampfeinsätze in der Region am Dienstagabend mit. Die 3.000 Mann starke Einheit kündigte die Einrichtung einer Sicherheitszone um die umkämpfte Provinzhauptstadt Goma an. Der Einsatz ist der erste der neuen Eingreiftruppe, die der knapp 20.000-köpfigen Blauhelm-Mission Monusco angehört.

          Nach Verstreichen der Frist am Donnerstagabend werde die Monusco die Rebellen nötigenfalls mit Gewalt entwaffnen, hieß es in einer Erklärung. Nach UN-Angaben haben die M23 seit Mitte Mai auf ihrem versuchten Vormarsch auf Goma und die Stadt Sake immer wieder Stellungen der kongolesischen Streitkräfte sowie UN-Einrichtungen angegriffen. Dabei seien auch Zivilisten getötet worden.

          Die M23 („Bewegung des 23. März“) entstand im April vergangenen Jahres. Seit dem Beginn des Vormarsches der Miliz im Mai 2012 wurden laut UN mehr als 100.000 Menschen vertrieben, zusätzlich zu Zehntausenden Flüchtlingen in- und außerhalb Kongos, die vor den seit Jahren anhaltenden Kämpfen in der Region ohnehin schon flohen. Im November 2012 eroberte die M-23 kurzfristig Goma, zog aber nach starkem internationalen Druck wieder ab.

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