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Islamistischer Terror : Nigerianische Armee drängt Boko Haram zurück

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Die nigerianische Armee eroberte bei ihren Einsätzen gegen Boko Haram in den vergangenen Wochen Panzer zurück, die in die Hände der Terrormiliz gefallen waren. Bild: Reuters

Die Terrormiliz Boko Haram gerät im Sambisa-Wald, einer ihrer Hochburgen, vermehrt in Bedrängnis. Am Wochenende zerstörte die nigerianische Armee zehn Lager der Islamisten.

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          Das nigerianische Militär hat einen weiteren Erfolg im Kampf gegen die Islamistengruppe Boko Haram verkündet. Wie Armeesprecher Chris Olukolade mitteilte, wurden bei einem Einsatz im Sambisa-Wald im nordöstlichen Bundesstaat Borno am Sonntag zehn Lager der Aufständischen zerstört. Dabei seien mehrere Angehörige der Gruppe getötet worden. Ein Soldat starb den Angaben zufolge bei der Explosion einer Mine.

          Bei ihrem Einsatz eroberten die nigerianischen Truppen auch schweres Gerät zurück, das in die Hände der Terrormiliz gefallen war. Darunter waren nach Angaben der Armee gepanzerte Fahrzeuge und mehrere Flugabwehrgeschütze.

          Die Armee wird im Kampf gegen Boko Haram mittlerweile von Truppen aus den Nachbarländern Kamerun, Niger und Tschad unterstützt. In der vergangenen Woche eroberten die Islamisten jedoch die strategisch wichtige Stadt Marte zurück. Außerdem kam es erstmals seit längerem wieder zu einem Angriff auf Maiduguri, der größten Stadt Bornos. Die Armee konnte Maiduguri zwar halten, in umliegenden Dörfern töteten die Islamisten jedoch 55 Menschen. Bei einem Selbstmordanschlag in der Stadt Damaturu wurden am Samstag zudem sieben Menschen getötet.

          Boko Haram kämpft seit Jahren mit Gewalt für einen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden Nigerias. Seit 2009 tötete die Gruppe bei Angriffen auf Polizei, Armee, Kirchen und Schulen mehr als 15.000 Menschen.

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