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Nigeria : Dutzende Tote bei Anschlägen auf Busbahnhöfe

  • Aktualisiert am

Bereits im Dezember vergangenen Jahres gab es einen Anschlag auf einen Busbahnhof in Gombe. Bild: dpa

Im Norden Nigerias sind abermals mehrere Bomben explodiert. Mindestens 29 Menschen starben. Die Terrorgruppe Boko Haram wird hinter dem Angriff vermutet.

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          Bei Bombenanschlägen auf zwei Busbahnhöfe der nigerianischen Stadt Gombe sind nach Angaben von  Rettungskräften mindestens 29 Menschen getötet worden. Augenzeugen sprachen von mehr als 40 Todesopfern. Wie ein Händler berichtete, ereigneten sich die ersten Explosionen gegen 19.30 Uhr am Eingang des Busbahnhofs Dadin Kowa. Etwa 20 Minuten später explodierten laut Augenzeugen zwei Bomben an der Dukku-Busstation.

          „Es gab zwei Explosionen. Sie ereigneten sich, nachdem ich meinen Laden für den Tag geschlossen hatte“, sagte der Händler. „Ich und andere vor Ort kamen zurück und begannen, die Toten rauszuziehen. Ich zählte bis zu 30 Leichen. Mir wurde schlecht und ich ging.“ Ein Polizeisprecher bestätigte die Anschläge, konnte jedoch keine Angaben zur Zahl der Opfer machen. Erst am vergangenen Donnerstag hatte es in Gombe 49 Tote bei mehreren Bombenexplosionen auf einem Markt gegeben, auf dem zahlreiche Menschen für das Fest zum Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan einkauften.

          Die Anschläge am Mittwoch trugen die Handschrift der Islamistengruppe Boko Haram, die seit sechs Jahren mit Gewalt gegen den nigerianischen Staat kämpft. Die Extremisten greifen immer wieder Busbahnhöfe, Märkte, Moscheen und Kirchen an. Die Rebellengruppe wurde in den vergangenen Monaten durch die Intervention der Truppen der Nachbarländer geschwächt, verübt aber weiterhin regelmäßig blutige Anschläge in Nigeria und den angrenzenden Gebieten. So rissen am Mittwoch zwei junge Selbstmordattentäterinnen in der kamerunischen Stadt Maroua mindestens elf Menschen mit in den Tod.

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