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Minusma : UN-Sicherheitsrat beschließt Friedenstruppe für Mali

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Sollen Teil der Minusma-Mission werden: Soldaten aus Burkina Faso, hier in Timbuktu Bild: REUTERS

Der UN-Sicherheitsrat hat die Entsendung einer Blauhelmtruppe für Mali einstimmig beschlossen. Die Truppe soll ab Juli wirken und aus etwa 12.000 Soldaten bestehen.

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          Der UN-Sicherheitsrat hat am Donnerstag die Schaffung einer bis zu 12.600 Mann starken Blauhelmtruppe für Mali zugestimmt. Aufgabe dieser Truppe soll die Sicherung des Nordens Malis vor radikalen Islamisten nach dem geplanten Rückzug der französischen Streitkräfte sein. Eine aktive Bekämpfung der Radikalen wird in dem Beschluss ausdrücklich abgelehnt. Voraussichtlich soll die Truppe bereits am 1. Juli in Mali stationiert werden. Das sei aber abhängig von der Sicherheitslage, hieß es in New York.

          Die französische Armee, die nach der Vertreibung der radikalen Islamisten aus den Großstädten im Norden Malis mit einem Abzug begonnen hat, will 1000 Soldaten permanent in Mali belassen und diese der UN-Mission als schnelle Eingreiftruppe zur Verfügung stellen. Der Minusma (Mission intégrée des Nations Unies pour la stabilisation au Mali) genannte Einsatz soll die westafrikanische Eingreiftruppe Afisma ablösen, deren Truppenstärke sich gegenwärtig auf rund 11000 Mann beläuft und die bislang nicht viel zur Befriedung des Landes beigetragen hat.

          Welche Länder Truppen für die neue UN-Mission stellen werden, wurde nicht mitgeteilt. Voraussichtlich aber wird ein Großteil der westafrikanischen Eingreiftruppe in die UN-Truppe integriert, was für die truppenstellenden Länder den Vorteil hat, dass nicht mehr sie, sondern die wichtigsten Geberländer der Vereinten Nationen die finanzielle Lasten tragen.

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