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Mali : Verletzte bei Gefechten zwischen Regierungstruppen

  • Aktualisiert am

Malische Tuareg-Soldaten patrouillieren in den Straßen von Gao Bild: AFP

In der malischen Hauptstadt Bamako ist es offenbar zu Kämpfen zwischen rivalisierenden Regierungstruppen gekommen. In Gao sprengte sich ein Targi inmitten einer Soldatengruppe in die Luft.

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          Bei Gefechten zwischen rivalisierenden malischen Armeeeinheiten in der Hauptstadt Bamako sind am Freitag nach Angaben von Augenzeugen mehrere Menschen verletzt worden. Offenbar wurde ein Lager von Elitesoldaten, die dem gestürzten Staatschef Amadou Toumani Touré nahestehen, von anderen Einheiten der malischen Armee angegriffen.

          Schwerbewaffnete feuerten Schüsse ab, teilte ein Militärangehöriger mit, der sich in dem Lager befand. Vor dem Lager hätten sich Frauen und Kinder versammelt. Anlass für den Übergriff soll den Angaben zufolge eine Fernsehansprache des Generalstabschefs der Armee gewesen sein, wonach die Elitesoldaten mit den Franzosen gegen die Islamisten kämpfen sollen.

          Nach dem Sturz der Regierung in Bamako durch Soldaten im März vergangenen Jahres hatten Islamisten gemeinsam mit Tuareg-Rebellen innerhalb weniger Tage den gesamten Norden Malis unter ihre Kontrolle gebracht. Später vertrieben die Islamisten die Tuareg-Rebellen und riefen im Norden des Landes das islamische Recht der Scharia aus.

          Selbstmordanschlag in Gao

          Unterdessen wurde in Gao der erste Selbstmordanschlag seit dem Einmarsch der französischen Truppen Anfang Januar verübt. Ein Targi habe sich am Freitag mit einem Motorrad einer Gruppe malischer Soldaten in Gao genähert und dann seinen Sprengstoffgürtel gezündet, sagte ein malischer Soldat der Nachrichtenagentur AFP. Der Mann sei auf der Stelle tot gewesen, ein malischer Soldat sei verletzt worden.

          Indes haben französische und tschadische Soldaten nach Angaben aus der Region die strategisch wichtige nordostmalische Stadt Tessalit erreicht. Die Truppen hätten am Freitag in der letzten Hochburg der bewaffneten Islamisten die Kontrolle über den Flughafen übernommen, teilte ein Vertreter der malischen Sicherheitsbehörden der Nachrichtenagentur AFP.

          Frankreich hatte am 11. Januar militärisch in Mali eingegriffen, um den weiteren Vormarsch der Islamisten Richtung Süden zu stoppen. Französische und malische Soldaten hatten die Islamistenhochburg Gao Ende Januar eingenommen. Nach den bisherigen Planungen sollen Truppen der Westafrikanischen Staatengemeinschaft Ecowas die Franzosen bald ablösen.

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