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Libyen : Anschlag auf Regierungsgebäude in Benghasi

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Vor diesem Haus explodierte die Bombe im libyschen Benghasi: Einst war hier auch ein amerikanisches Konsulat untergebracht - zu Zeiten des libyschen Königs Idris, den Revolutionsführer Gaddafi 1969 die Macht entriss Bild: AP

Genau ein Jahr nach dem Tod des amerikanische Botschafters Chris Stevens haben Unbekannte im libyschen Benghasi einen Sprengstoffanschlag verübt. Eine Bombe explodierte vor einem Gebäude des Außenministeriums.

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          In der libyschen Metropole Benghasi ist am Mittwoch ein Regierungsgebäude bei einem Bombenanschlag schwer beschädigt worden. Berichte über Opfer lägen zunächst nicht vor, teilten die Behörden mit. Unbekannte verübten den Anschlag am ersten Jahrestag des Attentats auf das amerikanische Konsulat in Benghasi, bei dem Botschafter Christopher Stevens und drei weitere amerikanische Staatsbürger getötet wurden. Militante Islamisten hatten damals das Konsulat angegriffen - am Jahrestag der Al-Qaida-Anschläge vom 11. September 2001 in den Vereinigten Staaten.

          Die Autobombe sei im Zentrum der zweitgrößten Stadt Libyens in unmittelbarer Nähe eines Gebäudes des Außenministeriums detoniert, teilten libysche Sicherheitskräfte mit. Weitere Häuser seien beschädigt worden.

          Vor einem Jahr, am 11. September 2012, stand das amerikanische Konsulat in Benghasi im Flammen

          Zwei Jahre nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar Gaddafi ist Libyen zwischen Regionen und Stammesgruppen tief gespalten. Die Regierung in der Hauptstadt Tripolis bemüht sich, den Einfluss rivalisierender Milizen und radikaler Islamisten einzudämmen.

          Auch Streiks von Ölarbeitern machen der Regierung zu schaffen. Die Ölförderung des nordafrikanischen Landes ist weitgehend lahmgelegt.

          Benghasi

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