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Obama in Kenia : Mehr als Familienzusammenführung

Ein ganz besonders begeisterndes Bad in der Menge: Obama am Sonntag in Nairobi Bild: Reuters

Der Besuch des amerikanischen Präsidenten Obama in Kenia war eine späte Geste an das Land seiner Vorfahren. Vor allem aber galt er aktuellen Problemen.

          Obama, lange darauf bedacht, im eigenen Land nicht „zu schwarz“ zu wirken, entdeckt den Kontinent seines Vaters spät. Doch sein Besuch in Kenia hatte nicht nur mit symbolischer Familienzusammenführung zu tun. Die Zusammenarbeit auf dem Sicherheitssektor dürfte die Gespräche mit Präsident Kenyatta bestimmt haben. Al Shabaab in Somalia ist lange nicht besiegt, und die von Amerika unterstützte Schutztruppe Amisom hat dort in jüngster Zeit kein gutes Bild abgegeben.

          Auch in Kenia selbst breitet sich der Dschihadismus aus. Eine Kooperation der Geheimdienste ist von großer Bedeutung für Amerika, nicht zuletzt, weil sich immer wieder Amerikaner in Somalia radikalisieren und zurückkehren. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit bestimmt derweil eine Großmacht, die sich um Menschenrechte wenig schert und Fragen der Sicherheit andere beantworten lässt: Während Washington einige tausend Soldaten in der Region hält, schickt China Händler und Bauarbeiter. Als sich Obama auf dem Weg in die Innenstadt bejubeln ließ, fuhr er über von Peking geteerte Straßen.

          Jochen Stahnke

          Politischer Korrespondent für Israel, die Palästinensergebiete und Jordanien mit Sitz in Tel Aviv.

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