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Kenia : Radikaler muslimischer Prediger erschossen

  • Aktualisiert am

Hielt den Anschlag von Nairobi „zu hundert Prozent“ für gerechtfertigt: Abubakar Sharif Ahmed Bild: AP

In Kenia ist ein radikaler muslimischer Prediger getötet worden. Abubaker Sharif Ahmed stand Al Qaida und Al Shabaab nahe und hielt den Terrorangriff von Nairobi für „zu 100 Prozent gerechtfertigt“.

          Unbekannte haben am Dienstag in der kenianischen Hafenstadt Mombasa einen bekannten radikalen muslimischen Prediger getötet. Abubaker Sharif Ahmed, auch unter dem Namen Makaburi bekannt, wurde zusammen mit einem jüngeren Begleiter erschossen, wie die Polizei mitteilte.

          Beide hätten am Straßenrand gestanden, als aus einem vorbeifahrenden Auto heraus das Feuer auf sie eröffnet worden sei. Zu der Tat bekannte sich niemand. Nach Polizeiangaben wurden Ermittlungen eingeleitet.

          Makaburi war ein Unterstützer des getöteten Chefs des Terrornetzwerks Al Qaida, Usama bin Ladin, und der mit Al Qaida verbündeten radikalislamischen Shabaab-Miliz in Somalia. Im vergangenen Jahr hatte er den Shabaab-Angriff auf ein Einkaufszentrum in Kenias Hauptstadt Nairobi als „zu hundert Prozent gerechtfertigt“ bezeichnet. Bei dem Angriff waren im September 67 Menschen getötet worden.

          Unterstützer des Predigers machten am Dienstag die kenianischen Behörden für dessen Tod verantwortlich. Vor der Polizeiwache in Mombasa, zu der sein Leichnam gebracht wurde, spielten sich tumultartige Szenen ab, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Beamte schossen in die Luft. Kenia hatte im Jahr 2011 Truppen nach Somalia geschickt, um dort gegen die Shabaab-Miliz zu kämpfen. Seither nahm die Gewalt in Kenia zu.

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