https://www.faz.net/-gq5-7s2ou

Kamerun : Boko Haram entführen Frau des Vize-Ministerpräsidenten

  • Aktualisiert am

Islamisten der Boko-Haram-Sekte haben einen Ort im Norden von Kamerun überfallen. Sie töteten mehrere Menschen und enführten die Frau des stellvertretenden Ministerpräsidenten.

          1 Min.

          Die vor allem durch Überfälle in Nigeria bekannte Extremistengruppe Boko Haram hat am Sonntag im benachbarten Kamerun die Frau des Vize-Ministerpräsidenten Amadou Ali entführt. Bei dem Angriff auf das Haus des Politikers seien mindestens drei Menschen getötet worden, sagte ein Regierungssprecher.

          Der Überfall habe sich in der Stadt Kolofata im Norden des Landes an der Grenze zu Nigeria ereignet. Der Vize-Ministerpräsident selbst sei von Sicherheitskräften in eine andere Stadt gebracht worden. In Kolofata dauerten die Kämpfe von Regierungssoldaten mit den radikal-islamischen Boko-Haram-Kämpfern an.

          Bei einem weiteren Angriff in Kolofata wurde den Angaben zufolge auch der Bürgermeister, der zugleich das geistliche Oberhaupt der Stadt ist, entführt. Seit Freitag hatte es bereits mehrere Boko-Haram-Überfälle in Kamerun gegeben. Das Land beteiligt sich mit seinen Soldaten am Kampf gegen die Extremisten, deren Name etwa „Westliche Bildung ist Sünde“ bedeutet.

          Erst unlängst warnten die Vereinten Nationen, dass Boko Haram mittlerweile die Sicherheit in ganz Westafrika gefährde. Boko Haram kämpft für einen streng islamischen Staat und hat in den vergangenen Jahren Tausende Menschen getötet. Zuletzt hatte die Gruppe mit der Entführung von mehr als 200 Schülerinnen weltweit Aufsehen erregt.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Schüler stecken sich vornehmlich außerhalb der Schule mit Corona an

          Corona in Schulen : Ansteckungen abseits des Pausenhofs

          Befürworter von Schulschließungen argumentieren mit einer hohen Dunkelziffer von Corona-Infektionen – doch die gibt es gar nicht, wie jüngste Zahlen zeigen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.