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Kämpfe in Kongo : Tausende fliehen aus der Provinz Nord-Kivu

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Spezialkräfte der kongolesischen Streitkräfte, Ende November in der ostkongolesischen Grenzstadt Goma (Nord-Kivu-Provinz) Bild: dapd

In Folge schwerer Kämpfe zwischen der kongolesischen Armee und Kräften der APCLS-Miliz fliehen Tausende Menschen aus dem Osten des Landes. Das berichtet die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“.

          Die schweren Kämpfe zwischen Armee und Rebellen im Osten der Demokratischen Republik Kongo reißen nicht ab. Tausende Kongolesen seien in der Provinz Nord-Kivu auf der Flucht, darunter vor allem Frauen, Kinder und ältere Menschen, teilte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) am Donnerstag mit.

          Wer zu krank oder schwach sei, um davonzulaufen, suche Schutz in provisorischen Camps in dem Dorf Kitchanga. „In der Regenzeit wächst dort die Gefahr von verschiedenen Krankheitsausbrüchen, darunter Cholera und Lungenentzündungen“, sagte MSF-Koordinator Corry Kik.

          Rebellen der Miliz M 23 (Foto) hatten im Herbst die Stadt Goma besetzt. Nachdem die kongolesische Armee sie mit Hilfe von Milizen vertrieben hatte, begann die vormals verbündete APCLS-Miliz selbst sich gegen die Streitkräfte zu richten. Bilderstrecke

          Seit vergangenem Montag hätten die Angriffe wieder zugenommen, hieß es. Viele Häuser im Zentrum von Kitchanga seien in Brand gesetzt und zerstört worden, darunter auch das MSF-Büro. Mitarbeiter der Organisation seien rund um die Uhr im Einsatz, um Verwundeten zu helfen. Bisher seien mehr als 140 Menschen verletzt und über 85 Zivilisten getötet worden.

          In dem Gebiet kämpfen die kongolesischen Streitkräfte gegen die „Allianz der Patrioten für einen freien und souveränen Kongo“ (APCLS). Die Miliz war zuvor von der Armee ausgerüstet worden, um die Rebellen der Bewegung M23 zu bekämpfen. Sie war dann aber ausgeschert und richtet sich nun selbst gegen die Regierung.

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