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Gegen den Terror : Hilfe für Tunesien

  • -Aktualisiert am

Probleme im Paradies: Tunesien benötigt die Hilfe Europas. Bild: dpa

Nach dem Terror in Tunesien steht weit mehr auf dem Spiel als der Tourismus. Das kleine Land ist einer der letzten Versuche, Demokratie in der arabischen Welt zu etablieren. Es kann gar nicht genug Unterstützung aus Europa bekommen.

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          Dass die tunesischen Behörden Hinweise auf ein Netzwerk haben, das den Attentäter von Sousse unterstützte, sollte wenigstens für die Zukunft Hoffnung machen. Der berühmte „einsame Wolf“ ist selbst im digitalen Zeitalter für Sicherheitsbehörden schwer zu finden. Eine größere Gruppe dagegen kann einer gut ausgebildeten und ausgerüsteten Polizei schon eher ins Netz gehen, bevor es überhaupt zu einem Anschlag kommt.

          In Tunesien, das nicht zu den ärmsten Staaten Afrikas gehört, sollte das grundsätzlich möglich sein. Deshalb ist es sinnvoll, dass Deutschland nun weitere Hilfe für die tunesischen Sicherheitskräfte zugesagt hat.

          Auch darüber hinaus kann das kleine Land, von dem die Arabellion ausging, gar nicht genug Unterstützung aus Europa bekommen: Es ist einer der letzten laufenden Versuche, in der arabischen Welt eine Demokratie zu etablieren; es ist ein Nachbar des vom Dschihadismus bedrängten Libyens; und es ist eines der wichtigsten Durchgangsländer für Flüchtlinge nach Europa. In Tunesien steht wesentlich mehr auf dem Spiel als der Tourismus.

          Nikolas Busse

          Verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

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