https://www.faz.net/-gq5-853xt

Gegen den Terror : Hilfe für Tunesien

  • -Aktualisiert am

Probleme im Paradies: Tunesien benötigt die Hilfe Europas. Bild: dpa

Nach dem Terror in Tunesien steht weit mehr auf dem Spiel als der Tourismus. Das kleine Land ist einer der letzten Versuche, Demokratie in der arabischen Welt zu etablieren. Es kann gar nicht genug Unterstützung aus Europa bekommen.

          1 Min.

          Dass die tunesischen Behörden Hinweise auf ein Netzwerk haben, das den Attentäter von Sousse unterstützte, sollte wenigstens für die Zukunft Hoffnung machen. Der berühmte „einsame Wolf“ ist selbst im digitalen Zeitalter für Sicherheitsbehörden schwer zu finden. Eine größere Gruppe dagegen kann einer gut ausgebildeten und ausgerüsteten Polizei schon eher ins Netz gehen, bevor es überhaupt zu einem Anschlag kommt.

          In Tunesien, das nicht zu den ärmsten Staaten Afrikas gehört, sollte das grundsätzlich möglich sein. Deshalb ist es sinnvoll, dass Deutschland nun weitere Hilfe für die tunesischen Sicherheitskräfte zugesagt hat.

          Auch darüber hinaus kann das kleine Land, von dem die Arabellion ausging, gar nicht genug Unterstützung aus Europa bekommen: Es ist einer der letzten laufenden Versuche, in der arabischen Welt eine Demokratie zu etablieren; es ist ein Nachbar des vom Dschihadismus bedrängten Libyens; und es ist eines der wichtigsten Durchgangsländer für Flüchtlinge nach Europa. In Tunesien steht wesentlich mehr auf dem Spiel als der Tourismus.

          Nikolas Busse
          Verantwortlicher Redakteur für Außenpolitik.

          Weitere Themen

          Kolumbien schiebt Frankfurterin ab

          Nach Beteiligung an Protesten : Kolumbien schiebt Frankfurterin ab

          Die Frankfurterin Rebecca Sprößer flog nach Kolumbien, um Salsa zu tanzen. Dann kam es zu Protesten gegen die Regierung. Sie machte mit – und war damit nicht mehr Journalistin, sondern Aktivistin. Nun muss sie das Land verlassen.

          Topmeldungen

          Warnt vor Krieg: Der amerikanische Präsident Joe Biden

          Als Folge von Cyberangriffen : Bidens Kriegswarnung

          Der amerikanische Präsident hat neulich Russland davor gewarnt, „kritische Infrastruktur“ in Amerika anzugreifen. Jetzt hat er nachgelegt.
          Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) am 30. April 2021 vor seiner Vernehmung im Untersuchungsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft.

          Cum-Ex : Das laute Schweigen des Olaf Scholz

          Immer wenn es um Cum-Ex geht, stehen auch die Verstrickungen des SPD-Kanzlerkandidaten im Raum. So auch nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs. Erinnerungen an ein Treffen werden wach.
          Ein Bagger fährt am 27. Juli 2021 in Swisttal auf einen riesigen Müllberg auf einer Wiese vor dem Ort.

          Zwischenbilanz zu Flut in NRW : „Irgendwie erwischt es unser Land reichlich“

          In den nordrhein-westfälischen Hochwassergebieten werde niemand mehr vermisst, sagt Innenminister Reul. 47 Menschen seien in dem Bundesland ums Leben gekommen. Bei der Aufarbeitung müssten nun die Warnsysteme im Mittelpunkt stehen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.