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Geberkonferenz in Brüssel : Mali erhält mehr als drei Milliarden Euro Hilfe

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Seid errungen, Milliarden: Die malische Delegation in Brüssel Bild: AP

Die Geberkonferenz für Mali hat finanzielle Zusagen in Höhe von 3,25 Milliarden Euro für dieses und das nächste Jahr erbracht. Deutschland stellte 100 Millionen Euro in Aussicht.

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          Mali kann in diesem und im nächsten Jahr mit internationaler Hilfe in Höhe von 3,25 Milliarden Euro rechnen. Diesen Betrag gab die Europäische Kommission am Mittwoch zum Abschluss einer Geberkonferenz in Brüssel bekannt.Damit wurde der ursprünglich geplante Zielbetrag von zwei Milliarden Euro deutlich übertroffen. An der Konferenz, die von der EU und Frankreich einberufen worden war, nahmen rund hundert Staaten und diverse internationale Organisationen teil.

          Für die Bundesregierung stellte Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel 100 Millionen Euro für 2013 und 2014 in Aussicht. Die Auszahlung werde nur schrittweise erfolgen und von Fortschritten des Landes bei der Demokratisierung abhängig gemacht, sagte er. Aus Deutschland kommen zudem etwa 20 Prozent des Beitrags der Europäischen Kommission, der sich auf 520 Millionen Euro beläuft. Zu den großen Gebern gehören außerdem Frankreich, Großbritannien sowie die Vereinigten Staaten, die Weltbank, die Islamische Entwicklungsbank und Dänemark. Mit dem Geld sollen die wirtschaftlichen und sozialen Folgen des jüngsten Krieges in dem westafrikanischen Land gelindert werden, unter anderem durch Hilfe für die Landwirtschaft und die Infrastruktur.

          Dazu legte die malische Regierung in Brüssel eine Strategie vor. Der französische Außenminister Laurent Fabius sagte, es gehe darum, „den Maliern zu helfen, ein neues Mali aufzubauen“. Frankreich hatte durch ein militärisches Eingreifen verhindert, dass Islamisten aus dem Norden das Land übernehmen. Die EU unterstützt Mali mit einer Ausbildungsmission für das dortige Militär, an der auch die Bundeswehr beteiligt ist.

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