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Entwicklungshilfeminister : Müller reist nach Zentralafrika

  • Aktualisiert am

„Deutschland muss einen Beitrag leisten“: Gerd Müller Bild: dpa

Entwicklungsminister Gerd Müller ist zu einer Reise in die Zentralafrikanische Republik aufgebrochen. Dort tobt ein blutiger Bürgerkrieg zwischen Christen und Muslimen. Hunderttausende sind auf der Flucht.

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          Mitten im Bürgerkrieg in der Zentralafrikanischen Republik macht sich Entwicklungsminister Gerd Müller ein Bild von der humanitären Lage vor Ort. Der CSU-Politiker brach am Donnerstag zu einem zweitägigen Besuch in der Hauptstadt Bangui auf, um gemeinsam mit seinem französischen Entwicklungshilfeminsiter Pascal Canfin, EU-Kommissar Andris Piebalgs und dem OECD-Vertreter Erik Solheim mögliche Hilfen zu prüfen.

          „Angesichts der eskalierenden Krise und der dramatischen Notsituation in der Zentralafrikanischen Republik muss Deutschland einen Beitrag leisten, die katastrophalen Lebensbedingungen für Millionen von Menschen in der ZAR und der Flüchtlinge in den Nachbarländern zu lindern“, sagte Müller vor Abflug.

          Treffen mit Samba-Panza geplant

          In Zentralafrika, einem der ärmsten Länder der Welt, ist nach einem Putsch muslimischer Rebellen vor einem Jahr die Gewalt zwischen christlichen und muslimischen Milizen eskaliert. Die Zahl der Toten ist unbekannt. Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden 650.000 der 4,6 Millionen Einwohner innerhalb des Landes vertrieben, 280.000 flüchteten ins Ausland.

          Derzeit versuchen 2000 französische und 5500 afrikanische Soldaten, die Gewalt einzudämmen. Unterstützung sollen sie von rund 1000 Soldaten der Europäischen Union erhalten. An dieser Mission soll sich auch die Bundeswehr mit Sanitätsflugzeugen beteiligen. „Humanitäre, Sicherheits- und stabilisierende Maßnahmen müssen Hand in Hand gehen“, äußerte Müller. Auf seinem Programm stehen neben einem Treffen mit der Übergangspräsidentin Catherine Samba-Panza auch Gespräche mit Vertretern des Welternährungsprogramms, des Internationalen Roten Kreuzes und von Menschenrechtsorganisationen.

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