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Ölförderung in Gefahr : China verlegt Kampftruppen nach Südsudan

  • Aktualisiert am

Kampfpause: Rebellen in der Nähe der Ölförderanlagen bei Bentiu Bild: AP

Seit mehr als einem Jahr tobt der Krieg in Südsudan. China sieht seine Ölförderung in Gefahr und verlegt 700 Soldaten in das afrikanische Land. Peking steckt zwischen allen Fronten.

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          China hat angekündigt, ein Bataillon mit Kampftruppen nach Südsudan zu verlegen. Das berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua am Montag. 700 Soldaten sollten in Südsudan künftig die UN-Truppen verstärken. Demnach habe China nie zuvor Infanterieeinheiten auf eine UN-Mission geschickt.

          Die ersten 180 Soldaten sollen im Januar nach Südsudan geflogen werden. Die restlichen Einsatzkräfte sollen im März folgen. Unter anderem soll die Truppe mit Drohnen, Schützenpanzern und panzerbrechenden Waffen ausgerüstet werden.

          Bislang hat China meist Ingenieure, Mediziner, Logistiker sowie Wachpersonal auf UN-Missionen geschickt. Mit dem Ausbau seiner Mission in Südsudan verdreifacht China die Zahl seiner Einheiten.

          Zwischen den Fronten

          Peking verfolgt in Südsudan massive Wirtschaftsinteressen. Insgesamt achtzig Prozent der südsudanesischen Ölexporte sollen nach China gehen. Wie die amerikanische Zeitung „Wall Street Journal“ berichtete, ist der Ölexport seit Ausbruch der Kämpfe im Dezember 2013 um ein Drittel eingebrochen. China steckt zunehmend zwischen den Fronten des Krieges zwischen der Regierung von Präsident Salva Kiir und den Rebellen um Riek Machar.

          Sanktionen gegen die Regierung in der Hauptstadt Juba könnten China die Ölkonzessionen kosten. Eine einseitige Unterstützung Jubas gegen die Rebellen wiederum bringt chinesische Ölförderanlagen in Gefahr, angegriffen zu werden. Zudem fließt das zu exportierende Öl durch die Pipelines im Nachbarland Sudan, das die Rebellen unterstützt.

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