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Bürgerkrieg in Südsudan : Ende der Gewalt in Sicht

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Auf Staatsbesuch beim früheren Gegner: der südsudanesische Präsident Salva Kiir (li.) und der sudanesische Präsident Omar Bashir. Bild: AP

Erst vor drei Jahren erkämpfte sich der christlich geprägte Südsudan die Unabhängigkeit. Doch ein Bürgerkrieg stürzte den jungen Staat ins Chaos. Nun gibt es Hoffnung auf Frieden.

          Elf Monate nach dem Beginn blutiger Unruhen im Südsudan gibt es neue Hoffnung auf Frieden in dem ostafrikanischen Land.

          Die beiden Konfliktparteien haben sich auf ein Ende der Feindseligkeiten geeinigt. Präsident Salva Kiir und Rebellenführer Riek Machar wollten den Konflikt umgehend beilegen, hieß es in einer am späten Freitagabend von der ostafrikanischen Regionalgemeinschaft IGAD verbreiteten Mitteilung.

          Vorausgegangen war ein zweitägiges Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der Region in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. Daran nahmen neben anderen die Präsidenten Ugandas, des Sudans, Somalias und Kenias teil. Sie drohten mit Sanktionen, sollte die Vereinbarung nicht innerhalb von zwei Wochen Wirkung zeigen.

          „Wir haben uns dazu verpflichtet, den Krieg mit sofortiger Wirkung zu beenden“, sagte Kiir. Zusammen mit seinem Widersacher Machar wolle er so schnell wie möglich eine Regierung der nationalen Einheit bilden. IGAD kündigte an, notfalls auch militärisch einzugreifen, um die Gewalt zu beenden und Leben zu retten.

          Der erst 2011 unabhängig gewordene Südsudan war im vergangenen Dezember ins Chaos gestürzt, nachdem ein Machtkampf Kiirs mit Machar eskaliert war. Die Gewalt hat auch ethnische Hintergründe. Rund 1,3 Millionen Menschen wurden vertrieben und Tausende getötet.

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