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Boko Haram : Extremisten töteten seit Januar mindestens 1000 Menschen

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Nigerianische Soldaten am Mittwoch in der wiedereroberten Stadt Baga: Im dortigen Gefängnis wurden die Opfer von Massenhinrichtungen durch Boko-Haram-Extremisten gefunden. Bild: AFP

Mehr als 1000 Zivilisten hat die Terrormiliz Boko Haram allein seit Jahresbeginn getötet, die meisten von ihnen im Nordosten Nigerias. „Jede Woche erfahren wir von noch brutaleren Übergriffen“, sagte ein Nigeria-Experte von Human Rights Watch.

          Die islamistische Terrormiliz Boko Haram hat nach Angaben einer Menschenrechtsorganisation allein seit Januar mehr als 1000 Zivilpersonen getötet. Die sunnitischen Fundamentalisten hätten im Nordosten Nigerias und in den Nachbarländern Dörfer angegriffen und viele Menschen getötet oder entführt, teilte Human Rights Watch am Donnerstag mit. Die Schätzung der Opferzahl stützt sich auf Medienberichte und Interviews mit Flüchtlingen aus der umkämpften Region.

          „Jede Woche erfahren wir von noch brutaleren Übergriffen Boko Harams gegen die Zivilbevölkerung“, sagte der Nigeria-Experte der Organisation, Mausi Segun. Die nigerianische Regierung müsse bei den andauernden Militäroperationen den Schutz der Zivilbevölkerung zur Priorität machen.

          Die nigerianischen Streitkräfte und die Truppen der Nachbarländer Tschad und Niger hatten zuletzt mehrere militärische Erfolge im Kampf gegen Boko Haram verkündet. Die Organisation terrorisiert seit 2009 den Nordosten Nigerias. Bei Anschlägen und Angriffen kamen bis Ende des Vorjahres mindestens 13 000 Menschen ums Leben, 1,5 Millionen sind vor der Gewalt geflohen.

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