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Nigeria : Seit Jahresbeginn 3500 Todesopfer durch Boko Haram

  • Aktualisiert am

Überlebende eines Boko-Haram-Anschlags Ende September in einem Krankenhaus im nigerianischen Maiduguri Bild: AFP

Während die Welt nach Syrien schaut, wütet die islamistische Terrorgruppe Boko Haram weiter in Nigeria und seinen Nachbarstaaten. Tausende Menschen fallen ihr zum Opfer.

          Die nigerianische Terrorgruppe Boko Haram bleibt nach Einschätzung der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) weiterhin eine große Gefahr für den Norden Nigerias. So sollen allein seit Jahresbeginn bei Anschlägen und Überfällen 3500 Personen getötet worden sein, wie die Menschenrechtler mitteilten. Allein seit der Amtseinführung von Präsident Muhammadu Buhari Ende Mai gab es demnach 1600 Todesopfer.

          „Die Zahlen sind sehr schockierend“, hieß es dazu. Auch im Nachbarland Kamerun, das wie der Niger als Rückzugsort der Islamisten gilt, sollen seit Beginn 2014 rund 400 Personen ermordert worden sein. Amnesty forderte alle Verantwortlichen in den betroffenen Ländern auf, die Zivilisten besser zu schützen.

          Boko Haram vergiftet Trinkwasserstellen

          Die nigerianische Regierung müsse ihrerseits Verantwortung für mutmaßliche Menschenrechtsverletzungen durch Sicherheitskräfte übernehmen, so Amnesty weiter. Unter anderem werfen die Menschenrechtler Nigeria vor, angebliche Boko-Haram-Kämpfer zu lange ohne konkrete Vorwürfe einzusperren.

          Unterdessen berichtet die nigerianische Armee fast täglich von neuen Erfolgen gegen die 2002 gegründete Terrorgruppe. Am Mittwochabend hieß es, bei einer Militäroperation in der Nähe des Sambisa-Waldes seien zwei Terroristen getötet worden. Weitere seien geflohen. Das unzugängliche Gelände im Nordosten Nigerias gilt als wichtiger Stützpunkt der Terrorgruppe. Aus dem Bundesstaat Borno gibt es unterdessen Berichte, wonach Boko Haram-Anhänger Trinkwasserstellen für Tiere vergifteten, um die lokale Bevölkerung einzuschüchtern.

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