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Besuch von Angela Merkel : Ein erträgliches Leben in Afrika

Die Europäer müssen aus Eigeninteresse alles daran setzen, dass Afrika ein „Zukunftskontinent“ wird. Doch darauf verlassen können sie sich nicht.

          Es ist keine Verschwendung von Zeit und Flugzeugbenzin gewesen, dass die Kanzlerin und der Außenminister gleichzeitig Afrika besuchten. Denn die Zukunft Europas und damit auch Deutschlands hängt nicht zuletzt davon ab, wie sich der Nachbarkontinent im Süden entwickelt.

          Es ist klar, was auf Europa zurollt, wenn Afrikas Völker weiter wachsen, während ihre Länder immer tiefer in Armut, Hunger, Terrorismus und Despotie versinken. Der Klimawandel wird den Wanderungsdruck noch erhöhen. Jeder Euro, den die europäischen Staaten ausgeben, um die Aussichten der Afrikaner auf ein erträgliches Leben in Afrika zu vergrößern, ist daher eine gute Investition, auch wenn, wie immer, ein großer Teil der Hilfe in dunklen Kanälen verschwinden wird.

          Es war wichtig und richtig, dass die Kanzlerin die jungen Afrikaner vor dem lebensgefährlichen und ungewissen Weg nach Norden warnte und zum Aufbau ihrer eigenen Länder ermunterte. Doch darauf verlassen, dass Afrika schnell ein „Zukunftskontinent“ wird, der seine Ressourcen viel weiser, friedlicher und effizienter nutzt als bisher, kann sich Europa nicht.

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