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Somalia : Autobombenanschlag erschüttert Mogadischu

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Gezeichnet von der Detonation einer Autobombe: Das bei Diplomaten beliebte Jazeera Hotel in Somalias Hauptstadt Mogadischu Bild: AP

In Mogadischu ist eine gewaltige Autobombe explodiert. Der Anschlag, zu dem sich die islamistische al Shabaab-Miliz bekannte, zielte vor allem auf ein von Diplomaten frequentiertes Hotel. Dabei kamen zahlreiche Menschen ums Leben.

          Ein gewaltiger Autobombenanschlag hat die somalische Hauptstadt Mogadischu erschüttert. Bei einem Selbstmordanschlag der Shabaab-Miliz auf ein bei Ausländern beliebtes Luxushotel in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind mindestens sechs Menschen getötet worden. Die meisten der Toten seien Wachleute, die Opferzahl könne noch steigen, sagte ein Vertreter der Sicherheitskräfte, Mohammed Jama, am Sonntag. Die islamistischen Shabaab-Rebellen bekannten sich zu dem Angriff auf das Hotel, in dem auch mehrere diplomatische Vertretungen untergebracht sind.

          Im Jazeera Palace Hotel, das neben Büros der Vereinten Nationen direkt an der Straße zum Flughafen liegt, verkehren vor allem Diplomaten, Vertreter internationaler Hilfsorganisationen und Regierungsbeamte. In dem Hotel sind die diplomatische Vertretungen Chinas, Katars und der Vereinigten Arabischen Emirate untergebracht. Durch die Wucht der Detonation stürzten mehrere Häuser in der Umgebung ein und begruben Bewohner unter sich. Die Fassade des sechsstöckigen Hotels wurde durch die Explosion aufgerissen.

          Chinas Vertretung beschädigt

          Chinesische Medien berichteten, Chinas Vertretung sei beschädigt worden und mehrere Mitarbeiter hätten Verletzungen erlitten. Das Hotel war bereits 2012 Ziel eines Anschlags, als sich Staatspräsident Hassan Scheich Mohamud dort befand. Mohamud verurteilte am Sonntag den neuerlichen Anschlag.

          Die islamistische Miliz sagte, der Anschlag diene als „Vergeltung für die Tötung dutzender unschuldiger Zivilisten“, die bei Angriffen äthiopischer Truppen auf Lager der Miliz im Süden Somalias getötet worden seien. Äthiopien ist ebenso wie Kenia an der Militärmission der Afrikanischen Union in Somalia beteiligt, die in den vergangenen Jahren die Miliz aus den meisten großen Städten zurückdrängte.

          Washington verurteilte den Anschlag während des Besuchs des amerikanischen Präsidenten Barack Obama in den Nachbarländern Kenia und Äthiopien. „Trotz der sehr realen Fortschritte, die Somalia in den vergangenen Jahren gemacht hat, erinnert diese Attacke ein weiteres Mal an die gewissenlosen Gräueltaten, die Terrorgruppen an den Menschen in Somalia begehen“, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses.

          Bereits am Samstag zwei Anschläge

          Erst am Samstag waren bei zwei Anschlägen der Extremisten in Mogadischu sechs Menschen getötet worden, darunter ein Abgeordneter und ein Regierungsvertreter, wie die Polizei mitteilte. Beide Politiker seien jeweils aus vorbeifahrenden Fahrzeugen erschossen worden. Auch Leibwächter und Zivilisten kamen ums Leben. Die Attentäter konnten entkommen.

          Al Shabaab verübt regelmäßig Anschläge auf Regierungsvertreter und Zivilisten in Somalia, seit 2011 aber auch in Kenia. Damals waren kenianische Truppen ins Land gekommen, um die somalische Regierung bei ihrem Kampf gegen die Islamisten zu unterstützen.

          Die Miliz, die einst Teile der Hauptstadt Mogadischu und weite Gebiete im Zentrum und Süden des Landes kontrollierte, wurde in den letzten Jahren deutlich zurückgedrängt. Bei US-Drohnenangriffen wurde zudem eine Reihe ihrer Kommandeure getötet. Doch verübt die Gruppe weiter regelmäßig Anschläge in Mogadischu und begeht vermehrt auch Angriffe im benachbarten Kenia, bei denen in den vergangenen Jahren hunderte Menschen getötet wurden.

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