https://www.faz.net/-gq5-8cw4j

Starker IS : Amerika prüft militärische Optionen in Libyen

  • Aktualisiert am

Zliten im Norden Libyens: Hier ereignete sich am 7. Januar 2016 einer von vielen Anschlägen im Land. Mindestens 70 Menschen wurden getötet. Bild: dpa

Libyen droht im Chaos zu versinken, die Terrormiliz IS wird dort immer stärker. Nun erwägen die Vereinigten Staaten, militärisch einzugreifen.

          Die Vereinigten Staaten prüfen angesichts des Vormarschs der Dschihadistengruppe „Islamischer Staat“ (IS) ein militärisches Eingreifen in Libyen. Die Ausbreitung des IS-Miliz in dem nordafrikanischen Land sei „besorgniserregend“, sagte Pentagon-Sprecher Peter Cook am Mittwoch. Es würden „militärische Optionen und eine Reihe anderer Maßnahmen“ geprüft. Washington wolle vorbereitet sein, falls der IS seine Präsenz in Libyen noch weiter verstärke.

          Die Amerikaner dringen aber vor allem auf eine politische Lösung des Libyen-Konflikts, da sie kein Interesse daran haben, ihren Einsatz gegen den IS auszuweiten. Amerikanische Kampfjets bombardieren seit Herbst 2014 Stellungen der Dschihadisten im Irak und in Syrien.

          Regierung der nationalen Einheit abgelehnt

          In Libyen herrscht seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 Chaos. Das Land wird von Dutzenden bewaffneten Milizen beherrscht, die neben den beiden rivalisierenden Regierungen und Parlamenten um die Macht ringen. Die IS-Dschihadisten konnten sich dadurch mit mindestens 3000 Kämpfern im Land festsetzen.

          Die internationalen Bemühungen um eine Beilegung der Krise hatten am Montag einen schweren Rückschlag erlitten, als das international anerkannte Parlament in Tobruk die von den Vereinten Nationen unterstützte Regierung der nationalen Einheit ablehnte.

          Unbenanntes Dokument

          Die neue digitale Zeitung F.A.Z. PLUS

          Die ganze F.A.Z. in völlig neuer Form, mit zusätzlichen Bildern, Videos, Grafiken, optimiert für Smartphone und Tablet. Jetzt gratis testen.

          Weitere Themen

          400 amerikanische Soldaten bleiben in Syrien

          IS noch nicht besiegt : 400 amerikanische Soldaten bleiben in Syrien

          Eigentlich sollten alle 2000 amerikanische Soldaten Syrien verlassen, das fragile Machtgefüge in dem Land drohte zu zerbrechen. Nun weicht Trump seine Entscheidung auf. Derweil erhebt eine IS-Anhängerin Anklage gegen den Präsidenten.

          Kinder statt Migranten Video-Seite öffnen

          Babyprämie in Ungarn : Kinder statt Migranten

          Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat den Familien im Land Geld und Kredite versprochen, wenn sie viele Kinder in die Welt setzen. Dies sei die richtige Antwort auf den Geburtenrückgang, nicht Migration, so hatte es der Politiker formuliert. Die Babyprämie ist umstritten.

          Keine Sperrklausel in Deutschland

          Europawahl 2019 : Keine Sperrklausel in Deutschland

          Als eines der letzten großen Länder in Europa wollte Deutschland die Sperrklausel für die kommende Europawahl einführen. Doch die Grünen verweigern die nötige Zustimmung.

          Topmeldungen

          Resolution gegen Notstand : Trump droht mit Veto

          Vor einer Woche hatte Präsident Trump den Notstand ausgerufen, um die von ihm versprochene Mauer an der Grenze zu Mexiko bauen zu können. Die Demokraten wollen die Maßnahme nun im Kongress kippen.
          Unter Druck: AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel am Donnerstag im Bundestag

          Spendenaffäre : Eine Blamage für die AfD

          Die Spendenaffäre ist für die AfD eine inhaltliche Bankrotterklärung. Sie belegt die tief in der Partei verankerte Verantwortungslosigkeit, die innerhalb der AfD gerne als Freiheit verkauft wird. Ein Kommentar.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.