https://www.faz.net/-gq5-770qg

„Agang“ : Neue Partei in Südafrika

  • -Aktualisiert am

Will die Hoffnung neu beleben: Mamphela Ramphele Bild: Reuters

Die ANC-Kritikerin Mamphela Ramphele hat eine Partei gegründet. „Agang“ heißt die Plattform der 65 Jahre alten Ärztin, die einst mit dem Freiheitskämpfer Steve Biko liiert war.

          1 Min.

          Die prominente südafrikanische Ärztin und Geschäftsfrau Mamphela Ramphele hat am Montag in Johannesburg die Gründung einer neuen politischen Partei bekanntgegeben. Die Partei, von der Frau Ramphele gegenwärtig als „politische Plattform“ spricht, soll „Agang“ heißen, was auf Sepedi, einer der elf nationalen Sprachen, „Wir bauen“ bedeutet.

          Mamphela Ramphele gilt als scharfe Kritikerin der Regierungspartei „African National Congress“ (ANC), die Südafrika seit dem Ende der Rassentrennung 1994 regiert. „Ich will die Hoffnung neu beleben, dass wir durchaus in der Lage sind, das Land unserer Träume aufzubauen“, sagte die 65 Jahre alte Ärztin. Dem ANC und seiner Führung unterstellte Frau Ramphele am Montag wieder, „sich nur für sich selbst zu interessieren“. Die Parteigründerin, die einst mit dem 1977 ermordeten Freiheitskämpfer Steve Biko liiert war, versteht ihre Plattform vor allem als Sammelbecken für unzufriedene ANC-Mitglieder.

          Als ANC-Dissidenten um den ehemaligen Verteidigungsminister Mosiuoa Lekota aus Protest gegen die internen Machtkämpfe des ANC 2008 die Partei „Congress of the People“ (Cope) gründeten, erreichte diese bei den Wahlen ein Jahr später zwar 7,4 Prozent der Stimmen. Seither aber ist der Cope aber vor allem mit internen Streitigkeiten beschäftigt.

          Weitere Themen

          Greenpeace klaut CDU das „C“ Video-Seite öffnen

          „Desaströse Klimapolitik“ : Greenpeace klaut CDU das „C“

          Mit der Aktion am Konrad-Adenauer-Haus in Berlin wollte die Umweltschutzorganisation gegen die Klimapolitik der CDU protestieren. Die Partei, die vorgibt die Schöpfung schützen zu wollen, habe das „C“ in ihrem Namen nicht verdient.

          Topmeldungen

          Rückzug von Prinz Andrew : Vorzeitiger Ruhestand

          In der langen Geschichte des britischen Königshauses ist so etwas wohl noch nicht passiert: Ein Prinz legt alle öffentlichen Aufgaben nieder. Prinz Andrew holt jetzt nach, was er in seinem missglückten Interview unterlassen hatte.
          Martina Merz geht voran, Aufgaben warten viele.

          Verheerende Bilanz : Die Lage ist bedrohlich

          Was wird aus Thyssen-Krupp? Der deutsche Traditionskonzern hat eine steinige Strecke vor sich. Gefordert sind jetzt harte Entscheidungen, die auch die Mitarbeiter treffen werden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.