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Völkerrecht : Gambia verlässt Internationalen Strafgerichtshof

  • Aktualisiert am

Präsident Yahya Jammeh spricht vor den Vereinten Nationen. Bild: AFP

Das Gericht sei eine von Weißen geschaffene Institution zur Verfolgung farbiger Menschen, teilt die Regierung mit. Auch andere afrikanische Staaten sind kürzlich aus dem Strafgerichtshof ausgetreten.

          Das westafrikanische Land Gambia hat seinen Rückzug vom Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag erklärt. Das Gericht sei faktisch ein internationales Gericht der Weißen zur Verfolgung farbiger Menschen, besonders von Afrikanern, sagte Informationsminister Sheriff Bojang am Dienstag im staatlichen Fernsehen.

          Dem IStGH ist wiederholt vorgeworfen worden, eine neokoloniale Agenda zu verfolgen. Bis auf eine stammen alle zehn Ermittlungsverfahren aus Afrika.

          Vor wenigen Tagen hatte Südafrika ebenfalls seinen Rückzug von dem Gericht erklärt. Auch Burundi hat seinen Rückzug angekündigt. Das Parlament in Kenia berät über einen solchen Schritt.

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