https://www.faz.net/-gq5-7b8w5

Ägypten : Ermittler verhören Muhammad Mursi

  • -Aktualisiert am

Muslimbrüder demonstrieren in Kairo für den entmachteten Präsidenten Bild: REUTERS

Ermittler der ägyptischen Staatssicherheit haben am Sonntag den gestürzten Präsidenten Muhammad Mursi vernommen. Seit seiner Entmachtung Anfang Juli wird Mursi vom Militär an einem unbekannten Ort festgehalten.

          Ermittler der ägyptischen Staatssicherheit haben am Sonntag den gestürzten Präsidenten Muhammad Mursi vernommen. Er steht unter dem Verdacht, im Januar 2011 mithilfe der palästinensischen Hamas und der libanesischen Hizbullah aus einem Gefängnis nördlich von Kairo befreit worden zu sein.

          In den letzten Tagen des Regimes Husni Mubaraks war Mursi gemeinsam mit anderen Führungskadern der Muslimbruderschaft festgenommen und in die Haftanstalt Wadi Natrun gebracht worden. Zuvor hatte die ägyptische Staatsanwaltschaft weitere Klagen gegen den gestürzten Staatschef angenommen, darunter wegen Spionage, Aufrufs zur Gewalt und Schädigung der Wirtschaft.

          Seit seiner Entmachtung Anfang Juli wird Mursi vom Militär an einem unbekannten Ort festgehalten. Die Bundesregierung und die amerikanische Regierung drängten am Wochenende auf seine Freilassung; es dürfe „keine politische Verfolgung“ stattfinden und die „aufenthaltsbeschränkenden Maßnahmen“ müssten eingestellt werden, hieß es aus Berlin.

          Anhänger Mursis kündigten an, ihre Proteste für seine Freilassung am Montag fortzusetzen.

          Derweil will Hazem al Beblawi, der von Übergangspräsident Adli Mansur mit der Regierungsbildung beauftragte Ministerpräsident, sein Kabinett in den kommenden Tagen der Bevölkerung vorstellen. Dreißig Minister werde es umfassen, sagte der 76 Jahre alte Sozialdemokrat am Wochenende. Die den ägyptischen Haushalt schwer belastenden Subventionen für Lebensmittel, Treibstoff und Strom wolle er beibehalten.

          Weitere Themen

          Conway sorgt für nächsten Eklat Video-Seite öffnen

          Trump-Beraterin : Conway sorgt für nächsten Eklat

          Die Seniorberaterin des Weißen Hauses, Kellyanne Conway, verteidigt den amerikanischen Präsidenten auf denkwürdige Weise. Während einer Pressekonferenz fragt sie einen der Reporter nach seiner ethnischen Herkunft, um Trumps Äußerungen zu verteidigen.

          Unerklärliche Gewalt

          Hockenheims Oberbürgermeister : Unerklärliche Gewalt

          Seit dem Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübkcke ist das Thema Sicherheit von Kommunalpolitikern in den Fokus gerückt. Auch nach der Gewalttat gegen den Oberbürgermeister von Hockenheim wird deutlich, wie wichtig das ist.

          Topmeldungen

          Lichtverschmutzung : Der helle Wahnsinn

          Die Nacht verschwindet und mit ihr zahlreiche Tierarten. Dabei wäre es so einfach, das Licht in den Städten zu dimmen, ohne auf Sicherheit zu verzichten. Wie der Wandel gelingen kann, führt die Sternenstadt Fulda vor.

          FAZ Plus Artikel: AKK im Kabinett : Auf dem Marsch ins Kanzleramt

          Wer wie Annegret Kramp-Karrenbauer Regierungschefin werden will, darf sich vor dem Verteidigungsministerium nicht fürchten. Auch in der Politik gilt: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

          Shitstorm des Tages : Ein „Aufstand der Generäle“ als Rohrkrepierer

          Uwe Junge ist rhetorisch kampferprobt. Gegen die neue Verteidigungsministerin fährt der AfD-Politiker und ehemalige Stabsoffizier ganz großes Geschütz auf. Doch der Schuss geht nach hinten los. Übrig bleibt geistiges Brandstiftertum.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.