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UN-Sicherheitsrat : Mehr Blauhelmsoldaten für Südsudan

  • Aktualisiert am

Ein Blauhelmsoldat aus Ruanda im südsudanesischen Malakal Bild: AFP

4000 weitere Blauhelmsoldaten sollen für ein Ende der Kämpfe im Bürgerkriegsland sorgen. Bislang war der Erfolg der Mission bescheiden.

          Der UN-Sicherheitsrat hat am Freitag die Entsendung von zusätzlich 4000 Blauhelmsoldaten in den Südsudan beschlossen. Das oberste UN-Gremium verabschiedete eine von Amerika eingebrachte Resolution, die der Regierung in Juba mit der Verhängung eines Waffenembargos droht, sollte sie die UN-Truppen behindern. Die Blauhelmsoldaten sollen in dem Bürgerkriegsland für ein Ende der Kämpfe zwischen den Truppen von Präsident Salva Kiir und den Rebellen von Riek Machar sorgen.

          Der Südsudan stimmte kürzlich der Entsendung weiterer UN-Truppen grundsätzlich zu. Sie sollen helfen, das fragile Friedensabkommen von August 2015 umzusetzen, das eine Machtteilung zwischen den Konfliktparteien vorsieht. 13.500 Blauhelmsoldaten sind bereits im Südsudan stationiert, doch es gelingt ihnen nicht, das Land zu befrieden. Heftige Kämpfe Anfang Juli hatten ein erneutes Aufflammen des Bürgerkriegs befürchten lassen.

          In dem jungen Staat war im Dezember 2013 der lange schwelende Machtkampf zwischen Kiir und seinem Vize Machar eskaliert. Seitdem wurden bei Kämpfen und ethnisch motivierten Massakern zehntausende Menschen getötet und Millionen weitere aus ihren Häusern vertrieben. Unter internationalem Druck einigten sich die Rivalen schließlich auf eine Machtteilung, doch zerbrach die Einheitsregierung Anfang Juli nach nur wenigen Tagen. Fast 300 Menschen wurden bei erneuten Kämpfen getötet.

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