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Afrika : Amtsinhaber Deby Sieger der Präsidentenwahl im Tschad

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Die Wahlkommission im Tschad hat am Sonntag Amtsinhaber Idriss Deby zum Sieger der Präsidentenwahl erklärt. Oppositionsparteien hatten den Urnengang boykottiert und als Farce bezeichnet.

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          Die Wahlkommission im Tschad hat am Sonntag Amtsinhaber Idriss Deby zum Sieger der Präsidentenwahl vom 3. Mai erklärt. Deby habe 77,5 Prozent der Stimmen erhalten, gab die Kommission bekannt. Damit kann er seine dritte fünfjährige Amtszeit an der Spitze des zentralafrikanischen Landes antreten.

          Debys Wiederwahl galt als reine Formsache, nachdem die Oppositionsparteien den Urnengang boykottiert und diesen als Farce bezeichnet hatten. Das höchste Gericht des ölproduzierenden Landes hat nun zwei Wochen Zeit, das Wahlergebnis zu bestätigen. Westliche Diplomaten hatten von einer geringen Wahlbeteiligung berichtet. Der Chef der Wahlkommission bezifferte diese unterdessen auf 61 Prozent.

          Deby hatte auch 1996 und 2001 Wahlen gewonnen. Sein Führungsanspruch ist aber geschwächt, nachdem hochrangige Offiziere desertiert sind und frühere Verbündete sich an die Spitze von Guerilla-Gruppen gestellt haben. Diese werfen ihm eine Korruption und diktatorische Amtsführung vor.

          Der 54jährige Deby sagte vor Anhängern und Journalisten in seiner Privatresidenz in N'Djamena: „Dies ist ein Sieg für die Bevölkerung des Tschads. Das widerlegt auch all diejenigen, die eine Explosion des Tschads vorhergesagt haben.“

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