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Nach Abzug der Amerikaner : Eine existenzielle Krise für Afghanistan

Afghanische Luftwaffensoldaten warten im Mai in Kabul einen Blackhawk-Hubschrauber Bild: Polaris/laif

Die afghanische Armee stemmt sich gegen den Vormarsch der Taliban. Ohne amerikanische Unterstützung operiert sie jedoch am Limit. Besondere Probleme bereitet die Luftwaffe.

          2 Min.

          Unterbesetzt und überbeansprucht: So fasst ein neuer Bericht den Zustand der afghanischen Luftwaffe zusammen. Die Fähigkeit, Luftangriffe durchzuführen, ist zentral für den Kampf der afghanischen Regierung gegen die aufständischen Taliban. Und die Bedeutung dieser Fähigkeit dürfte noch zunehmen, wenn der Abzug der ausländischen Truppen Ende August beendet sein wird.

          Christian Meier
          Politischer Korrespondent für den Nahen Osten und Nordostafrika.

          Bislang hatten die Vereinigten Staaten die afghanischen Luftstreitkräfte nicht nur finanziell und logistisch unterstützt, sondern vor allem auch eigene Luftangriffe durchgeführt – zuletzt sogar wieder vermehrt. Washington hat sich öffentlich bislang jedoch nicht festgelegt, ob dies auch nach dem 31. August so sein wird. Von Journalisten danach gefragt, sagte General Kenneth F. McKenzie, der Kommandeur des United States Central Command, am Sonntag in Kabul lediglich, dass die Vereinigten Staaten „in den kommenden Tagen und Wochen“ ihre afghanischen Partner weiter mit Luftschlägen unterstützen würden. „Das ist alles, was ich Ihnen sagen kann.“

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