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Afghanistan : Zahlreiche Tote bei Hubschrauberabsturz

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Ein französischer Isaf-Hubschrauber der Isaf, kurz vor der Landung in der Provinz Kabul Bild: AFP

In Südafghanistan sind beim Absturz eines Hubschraubers der Isaf-Truppe elf Menschen getötet worden. In den vergangenen Tagen war es in verschiedenen Landesteilen zu schweren Anschlägen gekommen.

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          Beim Absturz eines Hubschraubers der Internationalen Schutztruppe Isaf sind am Donnerstag in Südafghanistan mindestens sieben ausländische Soldaten und vier Afghanen getötet worden. Die Absturzursache werde untersucht, teilte die Nato-geführte Isaf mit. Bei den getöteten Ausländern handele es sich um drei Amerikaner und vier Isaf-Soldaten, zu deren Nationalität die Schutztruppe sich nicht äußerte. Die anderen Opfer waren demnach drei Angehörige der afghanischen Sicherheitskräfte und ein Übersetzer. Die Isaf machte keine Angaben zu möglichen feindlichen Aktivitäten am Absturzort.

          Unterdessen behaupteten die Taliban, sie hätten den Hubschrauber am Donnerstag abgeschossen. Taliban-Sprecher Kari Jussif Ahmadi sagte, der Hubschrauber sei von einer Panzerfaust getroffen worden und in der Luft in Flammen aufgegangen. Niemand an Bord habe überlebt. Zu dem Abschuss sei es im Distrikt Schah Wali Kot gekommen.

          Der Sprecher der Provinzregierung Kandahars, Dschawid Faisal, bestätigte, dass der Hubschrauber in Schah Wali Kot abstürzte. Faisal konnte aber keine Angaben zur Ursache machen.

          Mittwoch: Ein Mann trägt einen Verletzten von einer Anschlagsstelle im in der westafghanischen Stadt Herat fort

          Bei neuen Anschlägen waren in Afghanistan am Mittwoch mindestens 23 Menschen verletzt worden. In der westafghanischen Stadt Herat wurden 14 Zivilisten verwundet, als auf einem Markt eine Bombe explodierte, wie die Polizei mitteilte. Neun afghanische Arbeiter erlitten in der östlichen Provinz Khost Verletzungen, als Unbekannte eine Handgranate in die Gruppe schleuderten. Die Männer hatten auf einem Stützpunkt der Internationale Schutztruppe Isaf gearbeitet.

          Bereits am Dienstagabend starben in der Südprovinz Helmand vier regierungstreue Stammesälteste. Nach Angaben der Provinzregierung waren die Männer zu Fuß auf dem Weg in eine Moschee, als eine Bombe explodierte. In der östlichen Provinz Paktika kamen in der Nacht zudem vier Kinder bei einem Angriff auf ein ziviles Fahrzeug ums Leben. Auch dieser Vorfall wurde erst am Mittwoch bekannt.

          Zunächst bekannte sich niemand zu den Taten. Insgesamt waren am Dienstag in Afghanistan mehr als 50 Menschen bei einer Serie von Anschlägen ums Leben gekommen. Mindestens 29 davon starben bei einem Angriff von Selbstmordattentätern auf einen Markt im Südwesten.

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