https://www.faz.net/-gpf-9mrci

Afghanistan : Zahl der Toten steigt nach Taliban-Angriff in Kabul

  • Aktualisiert am

Die zerstörten Gebäude der Hilfsorganisation USAID in Kabul nach einem Anschlag der Taliban Bild: AP

Fast sechs Stunden langen attackierten die Taliban eine Hilfsorganisation in Kabul. Die fünf Angreifer wurden dabei getötet. Nun bestätigt Afghanistans Innenministerium weitere Todesopfer.

          Die Zahl der Toten nach einem Taliban-Angriff auf eine internationale Hilfsorganisation in der afghanischen Hauptstadt Kabul am Mittwoch ist auf insgesamt 14 gestiegen. Dies teilte ein Sprecher des afghanischen Innenministeriums am Donnerstag mit. Unter den Opfern seien fünf Polizisten, ein Wachmann und drei Zivilisten. Bei der fast sechsstündigen Attacke wurden außerdem 20 Zivilisten verletzt. Die fünf Angreifer wurden ebenfalls getötet.

          Ziel des Angriffs war die Organisation Counterpart International gewesen. Diese hat ihren Hauptsitz in Arlington im amerikanischen Bundesstaat Virginia und arbeitet mit der Entwicklungsbehörde USAID zusammen. Die Angreifer hatten eine Autobombe detonieren lassen und waren dann losgestürmt. Spezialeinheiten der Polizei brachten 200 Mitarbeiter der Organisation in Sicherheit.

          Afghanistans Große Ratsversammlung Loja Dschirga hatte sich erst vor wenigen Tagen für eine sofortige und konsequente Feuerpause während des Ramadans ausgesprochen, der am Montag begonnen hat. Die radikalislamischen Taliban hatten jedoch angekündigt, ihren „Heiligen Krieg“ fortzusetzen. Derzeit führen Vertreter der Vereinigten Staaten und hochrangige Taliban in Katars Hauptstadt Doha Gespräche über einen möglichen Frieden in Afghanistan.

          Weitere Themen

          Trump: „Wofür haben Sie den Preis bekommen?“ Video-Seite öffnen

          Friedensnobelpreisträgerin : Trump: „Wofür haben Sie den Preis bekommen?“

          Auf diesen Termin im Weißen Haus hat sich der amerikanische Präsidenten Donald Trump offenbar nicht besonders gut vorbereitet. Als die Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad dem Präsidenten berichtet, dass ihre Mutter und ihre sechs Brüder umgebracht wurden, fragt Trump erstaunt: Wo sind sie jetzt?

          Topmeldungen

          Die aufgewendete Energie ist enorm, der Ertrag mager: Geförderte Humboldt-Universität in Berlin.

          Exzellenz-Förderung : Noch so ein Sieg

          Ein Wettbewerb, in dem es nur Sieger gibt, ist eigentlich keiner: Welche Universitäten über die Exzellenzinitiative gefördert werden und welche nicht, sagt so gut wie nichts aus.
          Ein Junge schwimmt während der Regenzeit im Fluss Mekong in der Stadt Phnom Penh (Kambodscha) neben Müll.

          Plastik : Illegale Müllexporte auch aus Deutschland?

          Immer mehr Länder in Südostasien wehren sich dagegen, die Müllhalde der westlichen Welt zu sein. Dabei geht es vor allem um verbotene Exporte. Auch Deutschland steht unter Verdacht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.