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China und die Taliban : Mehr Schein als Sein

Scheinbare Nähe als Signal an die Amerikaner: Der chinesische Außenminister Wang Yi und der Taliban-Anführer Mullah Abdul Ghani Baradar treffen sich Ende Juli in Tianjin. Bild: dpa

Die neuen Machthaber in Afghanistan loben China in den höchsten Tönen. Das bedeutet allerdings noch keine tragfähige Zusammenarbeit. Peking agiert vorsichtig.

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          Die Charmeoffensive der Taliban in Richtung Peking gipfelte vergangene Woche in einem bemerkenswerten Satz: „China ist unser wichtigster Partner und stellt eine fundamentale und außergewöhnliche Chance für uns dar, weil es bereit ist, zu investieren und unser Land wiederaufzubauen.“ So sagte es der Taliban-Sprecher Zabihullah Mudschahid in einem Interview mit der italienischen Zeitung La Repubblica.

          Friederike Böge
          Politische Korrespondentin für China, Nordkorea und die Mongolei.

          Er lobte Xi Jinpings Prestigeprojekt „Neue Seidenstraße“, dem Afghanistan sich anschließen wolle, und zeigte sich überzeugt, dass China die afghanischen Kupfervorkommen fördern werde. „Außerdem ist China unsere Eintrittskarte zu den Märkten der Welt.“

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