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Afghanistan : Viele Tote bei Selbstmordanschlag in Maymana

  • Aktualisiert am

Isaf-Soldaten an der Anschlagsstelle in Maymana, im Norden Afghanistans Bild: dpa

Ein Attentäter hat in der nordafghanischen Provinz Farjab mindestens zehn Menschen mit sich in den Tod gerissen. Ob Isaf-Soldaten zu Schaden kamen ist unklar.

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          Bei einem Selbstmordanschlag im Norden Afghanistans sind am Mittwoch mindestens zehn Menschen getötet worden. Wie ein Sprecher der norwegischen Armee mitteilte, forderte der Vorfall in Maymana, der Hauptstadt der Provinz Farjab, ferner zahlreiche Verletzte. Unklar blieb  zunächst, ob auch Nato-Soldaten unter den Opfern waren. Ein Attentäter war auf seinem Motorrad auf einen Gemüsemarkt in eine Menschenmenge gefahren und hatte sich dort in die Luft gesprengt.

          Der Provinzgouverneur Abdul Hak Schafak sagte, der Anschlag habe einer Gruppe „ausländischer Freunde“ gegolten. Afghanischen Quellen zufolge sollen sich zum Zeitpunkt des Angriffs auch Soldaten der Isaf in der Nähe des Tatorts aufgehalten haben und möglicherweise getötet oder verletzt worden sein. Die meisten ausländischen Soldaten in Farjab sind Norweger. Die Isaf erklärte, dass bei einer Explosion im Norden Afghanistans drei ihrer Soldaten getötet worden seien. Sie wollte allerdings keine Angaben dazu machen, ob es sich um denselben Vorfall handelte. Bereits am Dienstag wurden nach Isaf-Angaben bei mehreren Angriffen im Süden und Osten des Landes vier Nato-Soldaten getötet. Damit stieg die Zahl der seit Jahresbeginn in Afghanistan getöteten Isaf-Soldaten nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP auf mehr als 100. Seit dem Beginn der Mission im Jahr 2001 sind fast 3000 ausländische Soldaten am Hindukusch ums Leben gekommen.

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