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Afghanistan : Viele Tote bei Anschlag

  • Aktualisiert am

Mindestens 20 Menschen, darunter viele Frauen und Kinder, sind bei einem Autobombenanschlag in der afghanischen Provinz Logar getötet worden. Etwa 50 weitere Zivilisten wurden verletzt. Durch die Wucht der Detonation seien Teile eines Krankenhauses eingestürzt.

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          Bei einem Autobombenanschlag auf ein Krankenhaus in Ostafghanistan sind am Samstag bis zu 25 Menschen getötet und 50 verletzt worden. Zuvor hatten die Behörden die Zahl der Toten mit 60 und die der Verletzten mit 120 angegeben. Unter den Trümmern des eingestürzten Krankenhaustraktes in der Provinz Logar könnten allerdings noch weitere Opfer liegen.

          Wer hinter dem Anschlag steckt, ist noch nicht bekannt. Ein Sprecher der Provinzregierung von Logar hatte zunächst erklärt, 25 Menschen seien ums Leben gekommen und 40 verletzt worden, als ein im Auto versteckter Sprengsatz auf dem Krankenhausgelände vor dem Hauptgebäude explodierte. Das Gesundheitsministerium sprach später von mindestens 60 Toten und 120 Verletzten. Bei einer Pressekonferenz erklärte ein Ministeriumsvertreter indes, die Zahlen seien falsch. Neuen Informationen zufolge lägen die Zahl der Toten bei 13 bis 25 und die der Verletzten bei 50.

          Die Wachen hätten noch versucht, den Selbstmordattentäter daran zu hindern, mit seiner Geländelimousine auf das Krankenhausgelände zu fahren, sagte ein Vertreter des Gesundheitsministeriums. Doch der Fahrer habe nicht angehalten. Durch die Gewalt der Explosion stürzte das Gebäude ein und begrub mindestens 15 Menschen unter sich. „Im Moment helfen Anwohner, die Leichen oder Verletzten aus den Trümmern zu bergen“, sagte der Gesundheitsminister der Provinz, Mohammed Saref Najebchail. Die Zehn-Betten-Klinik sei vor kurzem erweitert worden, um die gesundheitlichen Bedürfnisse der weit verstreuten Bevölkerung zu befriedigen. Ein Notfallteam aus Krankenschwestern, Ärzten und Provinzbeamten sollten im Hubschrauber in die bergige Region des Bezirks Asra geflogen werden, um bei der Suche nach Überlebenden zu helfen.

          Die Taliban erklärten, sie hätten den Anschlag nicht verübt. „Dieser Anschlag wurde nicht von unseren Kämpfern verübt“, sagte ein Sprecher der Taliban, Sabiullah Mudschahid, am Samstag telefonisch der Nachrichtenagentur AP.

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