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Afghanistan : Usbekistan sichert Maas Hilfe bei Evakuierungen zu

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Heiko Maas mit Usbekistans Außenminister Abdulaziz Komilov in Taschkent Bild: dpa

Während am Flughafen Kabul auch die Rettungsmission der Amerikaner vor dem Ende steht, reist Außenminister Maas durch die Nachbarstaaten, um Wege für die zurückgelassenen Ortskräfte zu suchen und eine gemeinsame Linie abzustimmen.

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          Usbekistan will die Ausreise von Deutschen, Ortskräften und Schutzbedürftigen aus Afghanistan unterstützen. Usbekistan sei bereit, bei dieser Personengruppe zu helfen, sagte Außenminister Heiko Maas (SPD) am Montag in der usbekischen Hauptstadt Taschkent. Es gehe der Bundesregierung um den Transit der Menschen, die nach Deutschland geflogen werden sollen. „Darüber hinaus haben wir keine Anfrage gestellt“, sagte mit Blick auf die Debatte über die Aufnahme aller afghanischen Flüchtlinge in den Nachbarstaaten. Derzeit weist Usbekistan viele Flüchtlinge aus Afghanistan an der Grenze zurück.

          Maas bezeichnete es als sehr schwierige Aufgabe, in der zweiten Evakuierungsphase nach Ende der Militärflüge Menschen über den Landweg aus Afghanistan zu holen. Zum einen brauche man Garantien der Taliban. Zum anderen müsse man vermeiden, wie in Kabul öffentliche Sammelpunkte zu benennen. Es warteten dann dort auch Zehntausende, die nicht zu der Gruppe gehörten, die Deutschland evakuieren wolle.

          Maas: Alle Nachbarstaaten an einen Tisch

          Die Nachbarstaaten Afghanistans wollen sich nach seinen Angaben ihre Afghanistan-Politik absprechen. „Es gibt Bemühungen, alle Nachbarstaaten an einen Tisch zu bekommen“, sagte Maas vor dem Weiterflug nach Tadschikistan. Alle wichtigen Akteure, auch Russland und China, sollten dabei sein. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die laufenden Gespräche über eine Resolution des UN-Sicherheitsrats zu Afghanistan. Dort werde sich zeigen, ob in Moskau und Peking die Bereitschaft zur Kooperation bestehe.

          China und Russland gehören neben den Vereinigten Staaten, Frankreich und Großbritannien zu den fünf ständigen Mitgliedern des Sicherheitsrats, der das wichtigste Gremium der Vereinten Nationen ist.

          Anders als die westlichen Staaten sind die beiden Länder auch nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan noch mit Botschaften in Kabul vertreten. Laut Maas ist auch eine Afghanistan-Konferenz der Nachbarländer geplant. Dazu zählen neben Usbekistan auch Tadschikistan, Pakistan, Turkmenistan, Iran und China.

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